Zum Hauptinhalt springen

London schiebt Spekulanten den Riegel

Wegen der Turbulenzen auf dem Finanzmarkt hat die britische Finanzaufsicht Börsenwetten auf fallende Kurse von Finanztiteln vorübergehend verboten.

Die Finanzaufsicht FSA hofft, durch dieses um Mitternacht in Kraft gesetzte Verbot von sogenannten Leerverkäufen, das bis Januar gilt, die Abwärtsspirale bei den Bankenaktien aufzuhalten. Politiker begrüssen die FSA-Entscheidung. Der Beschluss sei nach reiflicher Überlegung gefallen, um den Markt vor weiterer Instabilität zu bewahren, sagte FSA-Chef Hector Sants.

Grund für HBOS-Niedergang

Experten sehen solche Geschäfte als einen Grund für den Niedergang der Hypothekenbank Halifax Bank of Scotland (HBOS), die am Donnerstag vom Finanzkonzern Lloyds übernommen worden war.

Angesichts der schweren Börsenturbulenzen nimmt auch die US-Justiz verschärft Spekulanten ins Visier. Der New Yorker Generalstaatsanwalt Andrew Cuomo hatte am Donnerstag umfassende Untersuchungen zu Börsenwetten auf fallende Kurse angekündigt.

Geschäfte auf Rekordniveau

Kritiker dieser Börsengeschäfte hatten immer wieder beklagt, dass Spekulanten die Notierungen massiv nach unten treiben. Das Volumen dieser Leerverkäufe liegt derzeit an den Börsen auf Rekordniveau.

Nach einem massiven Einbruch der Aktie von Morgan Stanley, hatte auch deren Chef, John Mack, Spekulanten dafür verantwortlich gemacht.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch