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Lifthersteller Schindler hat im 3. Quartal weniger verdient

Schindler spürt trotz gutem Geschäftsgang den starken Franken und die Konjunkturunsicherheit. In den ersten neun Monaten sank der Umsatz gegenüber der Vorjahresperiode um 1 Prozent auf 6,04 Millarden Franken.

Profitabel: Schindler bezeichnet das Quartalsergebnis als «erfreulich».
Profitabel: Schindler bezeichnet das Quartalsergebnis als «erfreulich».
Keystone

Die unvorteilhaften Wechselkurse belasteten den Umsatz im Geschäft mit Liften und Fahrtreppen mit 150 Millionen Franken, wie Schindler am Dienstag mitteilte. Wird dieser Effekt ausgeklammert, lag das Umsatzwachstum zwischen Januar und Ende September dagegen bei 1,5 Prozent.

Das Betriebsergebnis (Ebit) stieg aber gegenüber dem Vorjahr um 0,8 Prozent auf 738 Millionen Franken an, währungsbereinigt ist es sogar eine Zunahme um 3,1 Prozent. Der Konzern macht dafür Disziplin bei den Kosten sowie Effizienzsteigerungen verantwortlich. Die EBIT-Marge stieg von 12 auf 12,2 Prozent.

Verlangsamung beim Auftragseingang

Zwar entwickelt sich der Auftragseingang bei Schindler weiter erfreulich, doch er verlangsamte sich im dritten Quartal leicht. In den ersten drei Quartalen gingen Bestellungen für Lifte und Rolltreppen im Wert von insgesamt 6,6 Milliarden Franken ein. Das ist ein Plus von 7,1 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode.

Allerdings sank der Auftragsbestand per Ende September gegenüber dem Ende des Vorquartals um 3,3 Prozent auf 6,49 Milliarden Franken, währungsbereinigt stieg er jedoch um 2,9 Prozent. Zum Vergleich: Im ersten Halbjahr hatte der Zuwachs noch 9,1 Prozent betragen.

Am stärksten trugen die Regionen Asien/Pazifik und Lateinamerika zum Auftragseingang bei den Neuanlagen bei. Fahrtreppen und Aufzüge der Marke Schindler werden unter anderem bei Eisenbahn- Grossprojekten in New York, China sowie im U-Bahnhof Victoria Station in London eingebaut.

Für die Zukunft sieht Schindler aber «nach wie vor grosse Unsicherheiten». Während die Märkte in China, Indien und Lateinamerika sich weiterhin gut entwickeln dürften, werde sich in Europa und den USA wohl wenig verbessern.

Mehr Aufträge bei Also

Auf Wachstumskurs ist auch Also, die Tochtergesellschaft von Schindler für den IT-Grosshandel. Das Unternehmen holte allein im dritten Quartal Aufträge im Umfang von 1,1 Milliarden Franken herein. Das sind 1,1 Prozent mehr als im Vorjahresquartal, währungsbereinigt beträgt der Zuwachs gar 11,6 Prozent.

In den ersten Monaten stieg der Gewinn von Also bei unverändertem Umsatz von 2,97 Milliarden Franken auf 16 Millionen Franken (Vorjahresperiode: 15 Millionen Franken). Der geplante Zusammenschluss mit der deutschen Actebis läuft laut Schindler plangemäss, so dass er noch vor Ende 2010 zum Abschluss kommen sollte. Schindler wird dazumal noch einen Drittel an ALSO besitzen.

Bei der Präsentation der eigenen Zahlen in der Vorwoche hielt ALSO fest, dass sich die Nachfrage im dritten Quartal erholt hat - sowohl bei den Firmen- als auch bei den Privatkunden.

Gewinn 5 Prozent höher

Der ganze Schindler-Konzern inklusive ALSO steigerte in den ersten drei Quartalen seinen Gewinn gegenüber dem Vorjahr um 5 Prozent auf 530 Millionen Franken. Im Halbjahr war der Gewinn noch um 5,9 Prozent gestiegen. Das konzernweite Betriebsergebnis (Ebit) lag mit 750 Millionen Franken um 0,5 Prozent über der Vorjahresperiode, währungsbereinigt betrug die Steigerung 2,9 Prozent.

Bei einem leicht tieferen Totalumsatz von 9 Milliarden Franken stieg die EBIT-Marge von 8,2 auf 8,3 Prozent. Das Finanz- und Beteiligungsergebnis verbesserte sich von -45 auf -16 Millionen Franken. Schindler beschäftigte Ende September 44'400 Menschen, was einer Zunahme um 2,2 Prozent gegenüber Ende 2009 entspricht.

SDA/pbe

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