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Kursfeuerwerk an den Weltbörsen

Am Ende der schwärzesten Wallstreet-Woche seit 1929 gibt es wieder Hoffnung an den Finanzmärkten. Der SMI schliesst 6 Prozent im Plus. Der Dow Jones notiert 3,1 Prozent höher als am Vortag.

Weltweit schossen heute die zuvor stark gefallenen Aktienkurse in die Höhe, nachdem die US-Regierung eine Auffanglösung für die angeschlagene US-Finanzbranche angekündigt hat.

Durchstarten konnten vor allem die Finanzwerte. An der Schweizer Börse machte die UBS-Aktie im frühen Handel einen Kurssprung von 36,6 Prozent. Credit Suisse hoben um 24,9 Prozent ab, und die Vermögensverwaltungsbank Julius Bär 23,3 Prozent.

Die UBS-Aktie, die am Dienstag noch auf das Allzeittief von 15,18 Franken gefallen war, notierte bei Handelsschluss 31,6 Prozent höher bei 21 Franken. Credit Suisse und Julius Bär machten 18,4 beziehungsweise 10,6 Prozent gut.

US-Börse im Hoch

Investoren zeigten sich zuversichtlich, dass eine staatliche Abwicklungsbehörde mit der Übernahme fauler Kredite die chronischen Probleme der Finanzbranche lösen könne. Vor allem die zuletzt arg gebeutelten Bankentitel legten deutlich zu. Zur Marktstabilisierung trug ein Verbot von Leerverkäufen bei.

Der Dow-Jones-Index notiert 3,7 Prozent im Plus bei 11'426 Punkten. Der Index der Technologiebörse Nasdaq kletterte 3,4 Prozent auf 2273 Punkte.

Die Börse in New York setzte damit ihren Aufwärtstrend fort, der gestern Nachmittag nach ersten Gerüchten über ein staatliches Rettungspaket begonnen hatte.

Besonders die zuletzt gebeutelten Finanzwerte legten deutlich zu. Bank of America, das zweitgrösste Institut des Landes, gewinnt knapp 20 Prozent. Die Nummer drei, JP Morgan, legt 13 Prozent zu.

Die Aktie der angeschlagenen US-Sparkasse Washington Mutual schiesst um 30 Prozent in die Höhe. Das «Wall Street Journal» berichte, dass die Citigroup ein Gebot für die grösste US-Sparkasse erwäge. Die Papiere von Citigroup, der grössten US-Bank, liegen ebenfalls 25 Prozent im Plus.

Dax ebenfalls im Hoch

Ein Kursfeuerwerk gab es auch an anderen Handelsplätzen. In Frankfurt kletterte der Deutsche Aktienindex (DAX) bis zum Mittag um vier Prozent auf 6101 Punkte.

In London gab es ein Plus von sieben Prozent. Auch hier konnten vor allem die Banken kräftig zulegen: Die Aktie der Royal Bank of Scotland Group stieg um 42 Prozent.

US-Rettungspläne

Im Zentrum des Vorhabens der US-Regierung steht die Schaffung einer staatlichen Behörde, um illiquide Hypothekenpapiere, die massiv an Wert verloren haben, von den Bilanzen der US-Finanzunternehmen zu entfernen, wie die Analysten der Zürcher Kantonalbank (ZKB) und der Bank Vontobel festhalten. Der ZKB-Analyst schätzte, dass dieser Abwicklungsplan ein Volumen von rund 800 Milliarden Dollar umfassen könnte, der Bank-Vontobel-Analyst geht von rund 500 Milliarden Dollar aus.

AP/bru

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