Zum Hauptinhalt springen

Keine Naturkatastrophen: Swiss Re fährt Milliardengewinn ein

Der Schweizer Rückversicherer verbucht für das vergangene Jahr einen Überschuss von 4,44 Milliarden Dollar. Davon sollen auch die Aktionäre profitieren.

Vorjahresergebnis übertroffen: Gebäude der Rückversicherung am Mythenquai. (Archivbild)
Vorjahresergebnis übertroffen: Gebäude der Rückversicherung am Mythenquai. (Archivbild)
Keystone

Der Rückversicherer Swiss Re hat im vergangenen Jahr 4,44 Milliarden Dollar Gewinn geschrieben und damit sein Vorjahresergebnis übertroffen: Vor einem Jahr hatte der weltweit zweitgrösste Konzern in der Branche 4,20 Milliarden Dollar verdient.

Der Rückversicherer profitierte davon, dass sich 2013 vergleichsweise wenig Naturkatastrophen ereigneten. Das Verhältnis von Schadenlasten zu den Einnahmen, die sogenannte Combined Ratio, fiel mit 85,3 Prozent dennoch etwas schlechter aus als im Vorjahr, wie die am Donnerstag veröffentlichten Zahlen zeigen. 2012 hatte die Combined Ratio der Gruppe bei besseren 83,1 Prozent gelegen.

Diese positive Bilanz verdankt der Rückversicherer auch der Auflösung von nicht mehr benötigten Reserven in Höhe von 1 Milliarde Dollar. Aufs Ergebnis vorteilhaft wirkten auch eine stattliche Anlagerendite sowie Steuergutschriften.

Dividende erhöht

Die Aktionäre sollen mit insgesamt 8 Franken Dividende pro Aktie bedacht werden. Das sind 50 Rappen mehr als 2012. Die Swiss Re verteilt nicht nur einen Teil ihres Gewinns, sondern führt auch Kapital an die Aktionäre zurück: Die Kapitalrückzahlung beträgt laut dem Unternehmen 3,1 Milliarden Dollar.

Der Gewinn in der grössten Swiss-Re-Sparte, dem Sachgeschäft, stieg von 3,0 auf 3,3 Milliarden Dollar. Nicht zufrieden zeigte sich Finanzchef George Quinn dagegen mit dem Verlauf des Rückversicherungsgeschäfts für Leben- und Krankenversicherungen.

Der Gewinn fiel von 739 Millionen Dollar auf 356 Millionen Dollar. Hauptursache für den Rückgang seien Reserveerhöhungen für das Gruppeninvaliditätsgeschäft in Australien von 396 Millionen Dollar, hiess es. Die Swiss Re will das Lebens- und Krankenversicherungsgeschäft weiter umbauen, was im laufenden Jahr rund 500 Millionen Dollar an Belastungen mit sich bringen dürfte.

Neuer Finanzchef

Die verdienten Prämien und Gebühreneinnahmen der Gruppe erhöhten sich markant von 25,45 Milliarden Dollar auf 28,82 Milliarden Dollar. Der Zuwachs geht vor allem darauf zurück, dass die Swiss Re seit 2012 nicht mehr einen Teil des Geschäfts anteilsmässig mit dem amerikanischen Konkurrenten Berkshire Hathaway teilen muss (Quota Share). Positiv wirkte auch ein neues Geschäft in Lateinamerika.

Die Swiss Re gab weiter bekannt, dass David Cole neuer Finanzchef werden soll. Der bisherige Risikochef, Bürger der USA und der Niederlande, soll am 1. Mai den langjährigen Finanzchef Quinn ablösen, der zur Zurich Insurance Group wechselt.

SDA/mrs

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch