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Kein leichter Reibach mehr

Die Banken verdienen mit der Vermögensverwaltung weniger: Laut einer Studie von McKinsey sind die Geschäftsergebnisse im vergangenen Jahr eingebrochen. Und das deutlich.

Klare Anlagen gewünscht: Die Wünsche der Kunden haben sich verändert.
Klare Anlagen gewünscht: Die Wünsche der Kunden haben sich verändert.
Keystone

Vor der Krise waren die Gewinne noch doppelt so hoch gewesen, wie das Beratungsunternehmen McKinsey mitteilte. Zurückzuführen sei die gesunkene Profitabilität unter anderem darauf, dass die Kunden vermehrt einfache Anlageprodukte wünschen – doch an solchen Dienstleistungen verdienen die Banken weniger als an komplexeren Produkten.

Die Erhebung von McKinsey, für die 160 Banken in 40 Ländern ausgewertet wurden, zeigt weiter, dass die von den Finanzinstituten verwalteten Vermögen im Jahr 2009 weltweit um durchschnittlich 10 Prozent gestiegen sind. Der Grund für den Zuwachs liegt in erster Linie in der Erholung der Finanzmärkte.

Kümmerlich ausgefallen ist dagegen der Zufluss von neuen Kundengeldern. Dieser belief sich gerade einmal noch auf 1 Prozent der gesamten verwalteten Vermögen. Federn mussten dabei bekanntlich jene Finanzplätze lassen, die für Kunden, die im Ausland wohnen, Gelder verwalten (Offshore-Banking).

Wenig Verluste in der Schweiz

Im Vergleich zu anderen Bankenplätzen hat die Schweiz dabei aber relativ gut abgeschnitten. So hätten die Schweizer Privat-Banking-Institute zwar Abflüsse von Kundengelder in westeuropäische Länder und in die USA hinnehmen müssen, schrieb McKinsey im Communiqué vom Montag. Durch die Geldzuflüsse aus dem Inland und aus Asien, Lateinamerika und Russland sei das Volumen der verwalteten Vermögen aber bewahrt worden.

Der Kundengeldabfluss betrug bei den Schweizer Banken 1 Prozent, während jene in Luxemburg ein Minus von 5 Prozent hinnehmen mussten. Auf den britischen Kanalinseln betrug der Abfluss sogar 7 Prozent. Sowohl Luxemburg als auch diese Inseln gelten ähnlich wie die Schweiz als für ausländische Bankkunden besonders attraktiv.

Starke Zuwächse in asiatischen Raum

Den asiatischen Finanzplätzen können die europäischen Bankenplätze aber bei der Attraktivität für ausländische Anleger dennoch nicht das Wasser reichen. Gemäss der Untersuchung von McKinsey haben Singapur und Hongkong 2009 ein 17-Prozent-Wachstum der verwalteten Vermögen verzeichnen können.

SDA/raa

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