Zum Hauptinhalt springen

Kantonalbanken profitieren vom Ärger über UBS & Co.

Auch die Kantonalbanken spüren die Finanzkrise. Doch sie haben im letzten Jahr Neukunden gewonnen.

Obwohl die Kantonalbanken nicht direkt in die Finanzierung von Ramschhypotheken in den USA verwickelt waren, spüren sie die Folgen der Finanzkrise. Eine Wiederholung des Rekordjahres 2007 sei definitiv ausgeschlossen, sagte Paul Nyffeler, Präsident des Verbands Schweizerischer Kantonalbanken, an der heutigen Jahrespressekonferenz.

Bereits der kumulierte Halbjahresgewinn der 24 Kantonalbanken war um fast einen Drittel eingebrochen. Hingegen profitierten die Staatsbanken beim Neugeldzuwachs vom Vertrauensverlust der Grossbanken. Die unmittelbare Nähe zur lokalen Kundschaft erweise sich als zentraler Wettbewerbsvorteil, sagte Nyffeler. Besonders profiliert habe sich die Kantonalbankengruppe als Partner der kleinen und mittleren Unternehmen.

Anhaltenden Widerstand meldeten die Vertreter der Staatsbanken gegen den Auftritt einer nationalen Staatsbank in Form einer Postbank mit voller Banklizenz an. Die mit der Finanzkrise begründeten Argumente für eine Postbank seien sehr fragwürdig, sagte Nyffeler. Denn es gebe kein Marktversagen. Die Kreditnachfrage der Wirtschaft werde in vollem Umfang durch die vorhandenen Kreditgeber befriedigt. Alles, was eine Postbank anbieten könnte, werde bereits mit genügendem Wettbewerb angeboten. Statt einer Steigerung der Markteffizienz wäre beim Auftritt einer Postbank eine Verdrängung bestehender regionaler Anbieter und damit eine Verarmung zu Lasten der Regionen und Kantone zu befürchten, sagte der Verbandspräsident. Sollte sich die Politik dennoch für die Erteilung einer Banklizenz an die Postfinance entscheiden, müsste jede Quersubventionierung ausgeschlossen werden.

AP/oku

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch