Zum Hauptinhalt springen

Jeder zehnte Europäer ist ohne Arbeit

In der Eurozone gibt es immer noch mehr als zehn Prozent Arbeitslose – düster sieht es vor allem in Spanien aus. Und die Wirtschaft in der EU wächst auch weniger als erwartet

20,6 Prozent Arbeitslosenquote in Spanien: Eine lange Schlange vor einem Arbeitsamt in Madrid, Sommer 2010.
20,6 Prozent Arbeitslosenquote in Spanien: Eine lange Schlange vor einem Arbeitsamt in Madrid, Sommer 2010.
Keystone

Die saisonbereinigte Arbeitslosenquote lag im November in den Euro-Ländern wie im Vormonat bei 10,1 Prozent, wie die europäische Statistikbehörde Eurostat mitteilt.

Ein Jahr zuvor lag die Quote bei 9,9 Prozent. Eurostat schätzt, dass im November 2010 in der EU insgesamt 23,25 Millionen Männer und Frauen arbeitslos waren, davon 15,92 Millionen im Euroraum.

Die niedrigste Quote in der Eurozone haben die Niederlande mit 4,4 Prozent, den höchsten Wert weist weiterhin Spanien mit 20,6 Prozent auf. In Deutschland lag die Quote im November bei 6,7 Prozent. Geringeres Wachstum als erwartet

Die Wirtschaft in den Euro-Ländern ist im dritten Quartal des vergangenen Jahres etwas weniger stark gewachsen als erwartet. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte zwischen Juli und September um 0,3 Prozent zum Vorquartal zu, wie das Statistikamt Eurostat mitteilt.

Binnen Jahresfrist stieg die Wirtschaftsleistung um 1,9 Prozent. Wachstumstreiber waren im dritten Quartal die Exporte und der Konsum.

Spitzenreiter Luxemburg

Am stärksten legte die Wirtschaftsleistung in Luxemburg zu, wo das Wachstum bei 1,5 Prozent lag und damit deutlich an Schwung gewonnen hatte. In der Slowakei legte das BIP um ein Prozent zu, in Österreich 0,9 Prozent und in Deutschland 0,7 Prozent. Irland, das sich wegen der ausufernden Kosten für die Bankenrettung unter den Euro-Rettungsschirm flüchten musste, meldete ein Wachstum von 0,5 Prozent.

Das hoch verschuldete Portugal schaffte ein Plus von 0,3 Prozent. In dem unter den Folgen einer geplatzten Immobilienblase leidenden Spanien stagnierte die Wirtschaft dagegen, und das krisengebeutelte Griechenland blieb mit einem Minus von 1,3 Prozent tief in der Rezession.

(SDA)

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch