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iPhone kurbelt Handy-Verkäufe an

Swisscom hat von Juli bis September mehr als 450'000 Handys verkauft. Das ist ein neuer Quartalsrekord, obwohl der Schweizer Markt bereits gesättigt ist. Wachstumstreiber war das iPhone von Apple.

In zweieinhalb Monaten hat alleine Swisscom 116'000 iPhones verkauft. Das Multimedia-Handy von Apple ist in der Schweiz am 11. Juli auf den Markt gekommen. Daneben hat der Schweizer Marktführer mit Sitz in Worblaufen in den Monaten Juli bis September 2008 weitere 337'000 Handys von anderen Herstellern abgesetzt. Unter dem Strich hat Swisscom damit 453'000 Endgeräte in einem Quartal verkauft, so viel wie noch nie zuvor. Das entspricht einem Zuwachs von 44 Prozent gegenüber den Vorquartalen. Per Ende September 2008 verzeichnete Swisscom 5,2 Millionen Mobilfunkkunden.

Keine Lieferengpässe mehr

Wie Swisscom-Chef Carsten Schloter gestern an einer Telefonkonferenz sagte, liege die Zahl der verkauften gängigen Markenhandys im Schnitt der vorherigen Quartale. «Die über 100'000 abgesetzten iPhones stellen deshalb ein Zusatzvolumen im hart umkämpften Mobilfunkmarkt dar», sagte Schloter. Auf Nachfrage dieser Zeitung erklärte Schloter, dass es in den Swisscom-Shops seit Mitte September keine Lieferengpässe mehr gebe: «Wir können nun kontinuierlich iPhones liefern.» Es zeigt sich, dass der blaue Riese dank des iPhone den Datenverkehr ankurbeln kann. Besitzer des Apple-Handys geben pro Monat zehn Franken mehr aus, da sie mehr mit ihren Geräten im Internet surfen. Auch bei den Preismodellen haben iPhone-Kunden von Swisscom klare Vorlieben: Von 100 iPhone-Benutzern telefonieren 96 mit einem Abonnement und 4 mit Prepaid. Das ist gut fürs Geschäft, denn: Der durchschnittliche Umsatz mit einem Abo-Kunden beträgt bei Swisscom monatlich 83 Franken, bei Prepaid sind es 15 Franken. Einen Wermutstropfen gibt es dennoch: Wegen Gerätesubventionen und Provisionen für die Händler stiegen die so genannten Kundengewinnungskosten im dritten Quartal um 45 Millionen Franken, was auf den Gewinn schlug. Diese Investitionen würden sich aber in Zukunft durch einen höheren Umsatz auszahlen, sagte Schloter.

Schweiz-Geschäft stabil

Das Schweiz-Geschäft – dazu gehören die Bereiche Mobilfunk, Breitband-Internet, Internet-Fernsehen (Bluewin TV) und Festnetz – war in den ersten neun Monaten 2008 praktisch stabil. Der Umsatz sank um 0,1 Prozent auf 6,4 Milliarden Franken. Sinkende Preise belasteten das Ergebnis mit 347 Millionen Franken. Das Wachstum beim Breitband-Internet und im Mobilfunk führte jedoch dazu, dass die Einbussen weit gehend kompensiert werden konnten. Alles in allem hat Swisscom in den ersten neun Monaten zwar mehr umgesetzt, aber weniger verdient. Der Umsatz und Betriebsgewinn vor Abschreibungen und Amortisationen (Ebitda) legte dank der Übernahme des italienischen Breitbandanbieters Fastweb deutlich zu.

Der Reingewinn dagegen brach um 19,4 Prozent auf 1,316 Milliarden Franken ein. Grund ist unter anderem der Verkauf der Tochtergesellschaft Antenna Hungaria, die im Vorjahr den Gewinn hochgedrückt hatte. Fürs Gesamtjahr nahm Swisscom die bisherige Umsatzprognose zurück.

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