Zum Hauptinhalt springen

Importeure zocken Konsumenten ab

Händler kaufen wegen des starken Frankens günstig im Ausland ein. Doch die Konsumenten im Inland merken davon kaum etwas. Der Konsumentenschutz will deswegen die Wettbewerbshüter anrufen.

Der Franken steigt – nur die Preise bleiben gleich oder steigen sogar. Innert eines Jahres sind so wichtige Produktgruppen wie Lebensmittel um mehr als zehn Prozent teurer geworden, Bekleidung um mehr als vier Prozent. Laut dem Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) sind Kleidung und Autos nicht nur im Einkauf billiger, sondern parallel dazu im Verkauf sogar teurer geworden. Das fällt auf, denn der Euro hat zum Franken rund ein Fünftel an Wert eingebüsst.

Ein grosser Teil dieser Produktgruppen wird im günstigeren Ausland eingekauft. Textilien zum Beispiel werden zu 70 Prozent aus dem Euro-Ausland importiert. Doch die Konsumenten sehen von den Vergünstigungen nichts. Konsumentenschützer hegen seit längerem den Verdacht, die Importeure streifen die Differenz ein und geben die günstigeren Einkaufspreise nicht an die Konsumenten weiter. André Bähler, Leiter Politik und Wirtschaft bei der Stiftung für Konsumentenschutz, sieht darin einen Fall für die Wettbewerbshüter; die Branchenvertreter wehren sich. Redaktion Tamedia hat sich umgehört.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.