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Im nächsten Sommer kommt die Krise bei den Hotels an

Die anhaltenden Finanzmarktturbulenzen und der schwache Euro trüben die Aussichten der Schweizer Hotellerie. Von Preissenkungen rät der Hotelleriesuisse-Chef allerdings ab.

Die Auswirkungen der Finanzkrise dürften sich im kommenden Sommer zeigen, wie Christoph Juen, Chef von Hotelleriesuisse, heute am Rande einer Medienkonferenz in Zürich sagte. Das Weihnachtsgeschäft und die Winterferien seien praktisch im Trockenen, sagte Juen. Stornierungen habe es bisher kaum gegeben.

Im Moment spüre die Branche keinerlei Anzeichen der Krise, ausser im Bereich der Geschäftsanlässe; verschiedentlich würden Seminare und Meetings verkürzt gebucht oder ganz gestrichen. Bestimmt ihre Spuren hinterlassen werden die Krise an den Finanzmärkten und der schwache Euro im Sommer 2009, wie Juen erklärte und damit auch entsprechende Informationen der «Tagesschau» vom Vortag bestätigte. Genaue Zahlen mochte Juen nicht nennen, er rechnete aber mit einem Gästerückgang im einstelligen Prozentbereich.

Hotellerie muss sich über Qualität profilieren

Als guter Indikator diene das Ostergeschäft, das 2009 erst auf Mitte April falle. Je nachdem, wie viele Gäste in dieser Zeit ein paar Tage Skiferien machten, könnten Rückschlüsse gezogen werden für die weitere Entwicklung, so Juen. Der Hotelleriesuisse-Verbandschef empfiehlt den Hotelbetreibern aber auf keinen Fall - auch bei einem schwachen Sommergeschäft - die Preise zu senken. Schliesslich müsse sich die Schweizer Hotellerie, da auf einer Hochpreisinsel tätig, über Qualität und nicht über günstige Preise definieren.

Zudem habe eine Umfrage im Auftrag des Branchenverbands Hotelleriesuisse gezeigt, dass bei der Wahl eines Hotels die Ausstattungsmerkmale des Hotels, eine gute Atmosphäre und freundliches Personal eine entscheidende Rolle spielten.

AP/vin

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