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Ikea bekommt einen neuen Chef

Einen Tag lang hat die Presse über den vermeintlichen Rücktritt des Ikea-Gründers Ingvar Kamprad spekuliert. Nun ist klar: Der 86-Jährige wird zwar Verantwortung abgeben, bleibt aber als Berater im Unternehmen tätig.

Mit 86 Jahren zieht er sich zurück: Ikea-Gründer Ingvar Kamprad. (Archivbild)
Mit 86 Jahren zieht er sich zurück: Ikea-Gründer Ingvar Kamprad. (Archivbild)
Reuters

Die schwedische Möbelkette Ikea bekommt nächstes Jahr einen neuen Konzernchef und setzt zugleich weiter auf den 86-jährigen Gründer Ingvar Kamprad als «Senior-Berater». Wie Ikea heute Montag mitteilte, soll der bisherige Schweden-Chef Peter Agnefjäll am 1. September 2013 Mikael Ohlsson an der Spitze des weltweiten Geschäfts ablösen.

Wenige Stunden vor dieser Mitteilung liess der Ikea-Gründer und Mehrheitseigner Ingvar Kamprad Äusserungen über seinen endgültigen Rückzug aus dem Unternehmen dementieren. Ikea-Sprecherin Ylva Magnusson sagte heute Montag in Helsingborg, Kamprad sei nach wie vor als «Senior-Berater» an wichtigen Entscheidungsprozessen beteiligt.

Sprecher bestätigt Übergabe

Sie widersprach damit einer Äusserung des Aufsichtsratsvorsitzenden Göran Grosskopf von der Ikea-Mutter- und Franchisegesellschaft Ingka Holding in der Zeitung «Expressen». In der Montags-Ausgabe erklärte er: «Ingvar wird nicht mehr länger mit seinen Meinungen, Ratschlägen und all dem anderen wie früher beitragen.»

Kamprads persönlicher Sprecher Per Heggenes bestätigte dem Blatt die Übergabe der Gesamtverantwortung an Kamprads drei Söhne Peter, Jonas und Mathias.

Vater hält Söhne nicht für fähig genug

Als Hintergrund für die Angaben zum völligen Rückzug knapp 70 Jahre nach der Ikea-Gründung 1943 galten auch ausführliche Äusserungen der Kamprad-Söhne in der Mitarbeiterzeitung «Readme» über ihre jeweilige Führungsrolle in dem schwedischen Weltkonzern. Ikea beschäftigt 131'000 Mitarbeiter in 41 Ländern.

Der in der Schweiz lebende Ingvar Kamprad hatte sich in der Vergangenheit mehrfach abschätzig über die geschäftlichen Fähigkeiten seiner Söhne geäussert. Die drei erklärten in der Mitarbeiterzeitung, sie wollten ihre führenden Funktionen nicht im operativen Geschäft, sondern auf der Aufsichtsratsebene ausüben.

SDA/rbi/fko

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