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IG Metall droht mit Arbeitskampf

Die deutsche Gewerkschaft IG Metall hat am Mittwochmorgen ihre Warnstreiks fortgesetzt – und einen Arbeitskampf angekündigt, sollte es keine Einigung geben.

Nach der vierten Verhandlungsrunde am kommenden Dienstag in Baden-Württemberg werde der Gewerkschaftsvorstand noch am selben Tag über das weitere Vorgehen entscheiden, kündigte der IG-Metall- Vorsitzende Berthold Huber in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa an.

«Am 11. November gibt es eine Einigung oder es kommt zum Arbeitskampf», sagte Huber. Die Frist für ein besseres Angebot der Arbeitgeber laufe.

Weitere Warnstreiks

Am Mittwochmorgen beendeten zahlreiche Beschäftigte unter anderem in Hessen ihre Nachtschichten vorzeitig. Noch bis Freitag will die Gewerkschaft ihre Warnstreiks fortsetzen, um der Forderung nach 8 Prozent mehr Lohn Nachdruck verleihen.

Allein am Dienstag hatten nach Gewerkschaftsangaben 162'000 Beschäftigte kurzzeitig in ganz Deutschland ihre Arbeit niedergelegt. Auch am Mittwoch waren Zehntausende Metaller wegen des Tarifkonflikts zu befristeten Arbeitsniederlegungen aufgerufen.

Die Arbeitgeber hatten in Baden-Württemberg eine Erhöhung der Entgelte um 2,1 Prozent zuzüglich einer Einmalzahlung angeboten. Die Einigung in einem Tarifgebiet wird in der Regel für alle anderen Gebiete übernommen.

Rückgrat der deutschen Wirtschaft

Die Metall- und Elektroindustrie ist das Rückgrat der deutschen Wirtschaft. Mit dem Maschinenbau, der Automobilwirtschaft, der Elektroindustrie und anderen vereint sie wichtige, meist stark exportorientierte Branchen.

Nach Angaben des Verbands Gesamtmetall erwirtschafteten die knapp 23'000 Betriebe voriges Jahr einen Umsatz von 947 Milliarden Euro – das sind knapp 40 Prozent des deutschen Bruttoinlandprodukts.

SDA/mbr

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