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«Ich werde die Konsequenzen ziehen»

Die UBS wurde für ihr Schweigen zum Betrugsfall von London kritisiert. Nun steht der Konzernchef gleich selbst hin: Oswald Grübel übernimmt die Verantwortung, lässt aber offen, was das genau heisst.

«Die Verantwortung trägt der CEO, also ich»: Oswald Grübel im Interview mit der Tagesschau.
«Die Verantwortung trägt der CEO, also ich»: Oswald Grübel im Interview mit der Tagesschau.
Screenshot: SF

«So etwas kann passieren, auch wenn es das nicht sollte»: Mit diesen Worten erklärte UBS-Konzernchef Oswald Grübel gegenüber der Tagesschau des Schweizer Fernsehens seine Sicht des Milliarden-Betrugsfalles in der Londoner Trading-Abteilung seiner Bank. Der Betrugsfall habe wenig mit dem Geschäft an sich zu tun, «weil das Geschäft im Normalfall solche Verluste nicht generieren kann.»

Es sei im Interesse der UBS, solche Vorfälle in Zukunft zu vermeiden. Wie dies geschehen solle, würden die Abklärungen zeigen, die derzeit am Laufen seien. Er könne aber nicht garantieren, dass so etwas nicht mehr vorkomme: «Wir beschäftigen 65'000 Menschen rund um den Globus, und solange wir Menschen beschäftigt haben, können wir nicht für jeden einzelnen die Hand ins Feuer legen.»

Neue Strategie

Der Vorfall von London werde aber auf alle Fälle Eingang finden in die neue Investment-Banking-Strategie, die die UBS schon seit einem Jahr erarbeitet. Die neue Strategie, sagte Grübel, sei nötig geworden, weil die Erträge im Investmentbanking rückläufig seien.

Zur Schuldfrage sagte Grübel: «Die Verantwortung trägt der CEO, also ich.» Er werde die Konsequenzen daraus tragen müssen. Welcher Art diese Konsequenzen seien, werde zum gegebenen Zeitpunkt bekanntgegeben.

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