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«Ich bin im Bademantel an die Tür»

Die gestrige Razzia von deutschen Steuerfahndern bei Kunden von Schweizer Banken traf auch den Modeunternehmer Albert Eickhoff. In einem Interview sagt er, wie sich das abspielte.

Ungebetener Besuch in der Villa von Unternehmer Albert Eickhoff: Artikel in der «Bild»-Zeitung.
Ungebetener Besuch in der Villa von Unternehmer Albert Eickhoff: Artikel in der «Bild»-Zeitung.

«Ich kam gerade vom Frühstückstisch und wollte vor der Arbeit noch kurz aufs Trimmrad. Da klingelte es», sagte Albert Eickhoff gegenüber der «Bild»-Zeitung. An der Tür seiner Villa in Düsseldorf standen die Steuerfahnder. Bei Eickhoff, dessen Unternehmen zu den bekanntesten Mode-Dynastien der Republik zählt, waren die Fahnder auf eine Stiftung in der Schweiz gestossen. Zum Auftritt der Fahnder sagte Eickhoff: «Die Herren waren übrigens ausgesprochen freundlich.»

Die Fahnder hätten ihn auf seine Stiftung angesprochen. Dabei hätte er «gleich alles eingeräumt» und erklärt, dass er bereits im Mai 2012 die Bank in der Schweiz gebeten habe, sein Konto zu legalisieren, so Eickhoff weiter. Über seine Stiftung in der Schweiz sagte er: «Damals gehörte es zum guten Ton, Geld ins Ausland zu schaffen. Man konnte ja nicht wissen, ob das Geld in Zukunft in Deutschland sicher ist.»

Die Fahnder nahmen nichts mit

Die unterschlagenen Zinserträge aus den letzten Jahrzehnten habe er in seiner Steuererklärung gegenüber dem Finanzamt zum Jahresende deklarieren wollen. Eine Selbstanzeige wegen Steuerhinterziehung hat der Unternehmer nicht erstattet. Eickhoff: «Da war ich zu doof.»

Auf die Frage, wie er denn das Geld in die Schweiz geschafft habe, sagte der Unternehmer: «Selbstverständlich in bar. Es waren aber immer nur kleine Beträge.» Und was haben die Fahnder mitgenommen? «Gar nichts. Kein Blatt Papier. Ich habe ihnen alles erklärt, und sie haben mit meinem Bankberater gesprochen.»

SDA

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