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HP streicht 27'000 Jobs

Der US-Computerkonzern Hewlett-Packard (HP) steht vor dem grössten Stellenabbau in der 73-jährigen Geschichte des Unternehmens.

Wie der Konzern mitteilte, will er bis Oktober übernächsten Jahres 27'000 Stellen streichen. Davon betroffen sind rund acht Prozent der knapp 350'000 Mitarbeiter von HP. Hintergrund der Entscheidung ist die zunehmende Beliebtheit von Smartphones und anderen mobilen Endgeräten, die dem PC-Hersteller schwer zu schaffen macht. Mit dem Stellenabbau und weiteren Sparmassnahmen will HP bis zu 3,5 Milliarden Dollar einsparen.

Die Ankündigung des Stellenabbaus war erwartet worden, nachdem mehrere Medien vergangene Woche unter Berufung auf nicht näher genannte Personen aus dem Umfeld von HP darüber berichtet hatten. Der im kalifornischen Palo Alto ansässige Computerkonzern kündigte weiter an, Mitarbeitern Angebote zu unterbreiten, damit sie in den Vorruhestand gehen könnten. So sollten Entlassungen vermieden werden.

«Entscheidend für die Gesundheit»

Die Vorstandsvorsitzende von HP, Meg Whitman, will den grössten Teil der geplanten Einsparungen für die Entwicklung weiterer Produkte und Dienstleistungen nutzen, die dem Konzern dabei helfen könnten, sich an technische Veränderungen anzupassen.

Reduzierungen der Belegschaft seien nie einfach, sagte Whitman in einer Telefonkonferenz mit Analysten. In diesem Fall seien sie aber «absolut entscheidend für die Gesundheit des Unternehmens auf lange Sicht».

Stellenabbau überschattet Quartalsergebnis

Anleger zeigten sich nach der Ankündigung am Mittwoch zufrieden: Die HP-Aktie legte um 1,97 Dollar - mehr als neun Prozent - auf 23,05 Dollar zu.

Die Nachrichten von den Umstrukturierungsmassnahmen überschatteten am Mittwoch die Quartalszahlen von HP. Der Konzern verzeichnete während des dreimonatigen Zeitraums, der im April endete, Einnahmen von 1,6 Milliarden Dollar (1,3 Milliarden Euro), oder 80 Cent pro Aktie. Das ist ein Rückgang von 31 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, als der Gewinn 2,3 Milliarden Dollar (1,8 Milliarden Euro) betrug. Der Umsatz ging um drei Prozent auf 30,7 Milliarden Dollar (24,4 Milliarden Euro) zurück. Damit lag das Ergebnis rund 800 Millionen Dollar über den Erwartungen von Analysten.

(dapd)

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