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Holcims «Braut» Lafarge sackt an der Börse ab

Holcim will die Fusion mit Lafarge nochmals auf den Tisch bringen. Die Franzosen zeigen sich offen – was die Anleger gar nicht goutieren.

Die Verunsicherung über die geplante Fusion der beiden Zementgiganten Holcim und Lafarge drückt auf die Aktienkurse der beiden Unternehmen. Während die Holcim-Aktie im Vormittagshandel 1,4 Prozent verliert, bricht der Lafarge-Titel in Paris gar um 4,4 Prozent ein.

Der Schweizer Gesamtmarkt gemessen am Swiss Market Index (SMI) gewinnt unterdessen 0,3 Prozent hinzu. Auch der französische Leitindex CAC 40 kann um 0,7 Prozent zulegen.

Holcim will nachbessern

Am Montagmorgen hatte der Schweizer Zementkonzern Holcim mitgeteilt, die Konditionen des Zusammenschlusses mit Lafarge nachbessern zu wollen. Neben dem Verhältnis des Aktientauschs geht es dabei auch um die Besetzung von Führungspositionen.

Mit den Neuverhandlungen werde der Fusionsprozess «holpriger», schreibt die Zürcher Kantonalbank ZKB, und es sei unklar, wie das Ergebnis aussehen werde. Selbst ein Scheitern der Fusion könne nicht mehr ausgeschlossen werden, obwohl dann beide Parteien stark an Glaubwürdigkeit verlieren würden. Insgesamt befinde sich Holcim aber in einer bessere Position, so die Kantonalbank weiter.

Wie hoch fällt die Anpassung aus?

Der Analyst von J. Safra Sarasin begrüsst die Bereitschaft von Lafarge, über das Tauschverhältnis zu sprechen. Hier sei eine Anpassung beim Holcim-Kurs offenbar bereits eingepreist. Jetzt komme es darauf an, auf welche Art und in welcher Höhe die Anpassung ausfalle. Ein Scheitern der Fusion gehöre noch nicht zu seiner Grundannahme, da sie langfristig Sinn mache.

(SDA)

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