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Holcim-Lafarge-Firmenteile gehen nach Irland

CRH übernimmt für 6,5 Milliarden Euro überlappende Geschäftsbereiche des zusammengeschlossenen Zementkonzerns Holcim/Lafarge.

Firmenteile gehen nach Irland: Eisenbahnwagen der Holcim. (Archivbild)
Firmenteile gehen nach Irland: Eisenbahnwagen der Holcim. (Archivbild)
Keystone

Die Zementkonzerne Holcim und Lafarge kommen der Fusion einen Schritt näher. Sie verkaufen Firmenanteile für 6,5 Milliarden Euro an den irischen Zementhersteller CRH. Damit erfüllen sie Auflagen der Wettbewerbsbehörden. CRH habe unter den zahlreichen Bietern das beste Angebot gemacht, sagte Holcim-Chef Bernard Fontana am Montag in einer Telefonkonferenz. Wie viele zusätzliche Bieter im Rennen waren, verriet er nicht, doch er meinte: «Die vergangenen 72 Stunden waren sehr intensiv.»

Die zu verkaufenden Anteile umfassen Aktivitäten in sieben europäischen Ländern sowie in Kanada, Brasilien, den Philippinen und den USA, wie es in einer Mitteilung der beiden Konzerne heisst. Die Firmenanteile hätten 2014 insgesamt geschätzt einen Umsatz von 5,2 Milliarden Euro und einen Betriebsgewinn (Ebitda) von 744 Millionen Euro erzielt.

Der Verkauf stehe unter dem Vorbehalt des Abschlusses der Fusion und werde den relevanten Wettbewerbsbehörden sowie den Aktionären von CRH vorgelegt, heisst es weiter. Zudem stünden die Konzerne in Kontakt mit den betroffenen Arbeitnehmervertretern.

CRH hatte bereits am Sonntag mitgeteilt, für den Kauf neue Schulden aufnehmen und Aktien in der Höhe von zehn Prozent platzieren zu wollen. Ein Teil der 6,5 Milliarden Euro solle zudem in bar gezahlt werden. Letzteres bestätigte Lafarge-Chef Bruno Lafont: Rund 5 Milliarden Euro würden bar bezahlt.

Verkauf nötig für Fusion

Für die geplante Fusion müssen Holcim und Lafarge Teile ihres Geschäfts abgeben. Die EU-Kommission hatte den Deal nur unter dieser Bedingung genehmigt. Mit dem Verkauf an CRH werde ein grosser Teil der zu veräussernden Firmenanteile abgegeben, sagte Lafont. Weitere Verkäufe seien aber nicht ausgeschlossen.

Die Fusion befinde sich damit auf gutem Weg, erklärte Lafont. Auch die meisten Wettbewerbsbehörden der betroffenen Länder hätten der Fusion bereits zugestimmt. Der Vollzug des Zusammenschlusses sei noch für das erste Halbjahr 2015 geplant, sagte Fontana.

Dann entsteht der grösste Zementhersteller der Welt mit Niederlassungen in rund 90 Ländern. Derzeit erwirtschaften beide Unternehmen zusammen mit etwa 136'000 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 31 Milliarden Euro.

(SDA)

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