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Holcim-Chef gewinnt Machtprobe

Die Fusion der Zementriesen Holcim und Lafarge wird immer wahrscheinlicher. Jetzt ist auch klar, wer in Zukunft das Sagen haben soll: nicht der designierte Chef Eric Olsen, sondern Wolfgang Reitzle, der Präsident von Holcim.

Die Sitzordnung zeigt die Machtverhältnisse: In der Mitte Holcim-Präsident Wolfgang Reitzle, rechts Eric Olsen, der den fusionierten Konzern führen soll, links Bruno Lafont, CEO von Lafarge. Foto: Arnd Wiegmann (Reuters)
Die Sitzordnung zeigt die Machtverhältnisse: In der Mitte Holcim-Präsident Wolfgang Reitzle, rechts Eric Olsen, der den fusionierten Konzern führen soll, links Bruno Lafont, CEO von Lafarge. Foto: Arnd Wiegmann (Reuters)

Vordergründig ging es gestern darum, die Welt mit dem neuen Chef bekannt zu machen, der Holcim und Lafarge nach der Fusion leiten soll: Eric Olsen (51), Amerikaner mit französischem Pass. ­Olsen sitzt seit 2007 in der Konzern­leitung von Lafarge und leitet derzeit mit drei Kollegen das operative Geschäft. Ein Mann mit internationaler Erfahrung und einem Leistungsausweis bei der Integration von Zukäufen. Dass Olsen Finanzchef von Lafarge USA war und später Personalchef des Konzerns, ist für die Verschmelzung der unterschiedlichen Kulturen von Holcim und Lafarge ein weiterer wichtiger Pluspunkt. Wer im entstehenden Zementriesen die Hosen anhat, war gestern im Zürcher Hotel Park Hyatt ebenfalls schnell klar: Es ist Wolfgang Reitzle, der amtierende Präsident von Holcim, der auch Lafarge-Holcim präsidieren wird. Die Sitzordnung lieferte erste Hinweise, wie die Macht verteilt ist. Reitzle sass auf dem Podium in der Mitte, leitete die Veranstaltung, war Zentrum des Interesses.

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