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Hagelstürme vermiesen Swiss Re das Geschäft

Swiss Re hat mit 1,07 Milliarden Dollar im dritten Quartal 2013 deutlich weniger verdient als im Vorjahr. Schuld sind mehr Schäden, für die der Rückversicherer aufkommen musste.

Die Prämieneinnahmen stiegen um 14 Prozent: Der Hauptsitz der Swiss Re in Zürich.
Die Prämieneinnahmen stiegen um 14 Prozent: Der Hauptsitz der Swiss Re in Zürich.
Keystone

Der Rückversicherer Swiss Re hat zwischen Juli und September einen Reingewinn von 1,07 Milliarden Dollar erzielt. Das ist halb so viel wie im Vorjahr: Im dritten Quartal 2012 hatte allerdings ein Sondereffekt das Ergebnis aufgepeppt.

Die Veräusserung geschlossener Versicherungsblocks in den USA hatte dem zweitgrössten Rückversicherer der Welt im Vorjahr 823 Millionen Dollar eingebracht. Deswegen hatte er für das dritte Quartal 2012 insgesamt 2,18 Milliarden Dollar Gewinn angemeldet.

Trotz Gewinnhalbierung übertrifft die Swiss Re die Erwartungen deutlich: Analysten hatten in einer Umfrage der Finanznachrichtenagentur AWP im Schnitt 762,7 Millionen Dollar Gewinn erwartet.

Wie im Vorjahr flossen nicht mehr benötigte Reserven ins Ergebnis ein, was den Gewinn anhebt. Die Reserveauflösungen seien diesmal allerdings geringer ausgefallen als vor einem Jahr, hiess es.

Stürme in Deutschland

Die verdienten Prämien der Swiss Re beliefen sich zwischen Juli und September auf 7,48 Milliarden Dollar, ein Plus von 14 Prozent, wie am Donnerstag mitgeteilt wurde. Gemessen an den Einnahmen betrug die Belastung aus Schäden und internen Kosten 80,9 Prozent.

Im Vorjahr hatte die sogenannte Combined Ratio bei sehr tiefen 69,3 Prozent gelegen. Damals hatte der Rückversicherer kaum Schadenlasten zu tragen. Auch die Reserveauflösungen hatten die Schadenbilanz positiv beeinflusst.

Im nun abgeschlossenen Quartal sieht die Situation anders aus: Hagelstürme im Norden und Süden Deutschlands im vergangenen Juli hatten bei der Swiss Re Kosten von rund 240 Millionen Dollar verursacht, wie bereits im September mitgeteilt wurde.

Finanzchef George Quinn tönte an, dass die Aktionäre der Swiss Re von mehr Dividende und einer Sonderdividende profitieren könnten. Der Entscheid dazu hänge allerdings vom Jahresergebnis ab, das die Swiss Re im nächsten Februar bekannt geben werde. Schon für 2012 hatte der Konzern neben 3.50 Franken pro Aktie eine Sonderausschüttung von 4 Franken pro Anteilsschein ausbezahlt.

SDA/wid

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