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Google gibt Yahoo einen Korb

Der Internetriese hat heute informiert, dass nichts aus der angekündigten Zusammenarbeit mit Yahoo wird. Der Konzern fürchtet juristische Auseinandersetzungen.

Google hatte im Juni angekündigt, dass Yahoo das Google-System benutzen werde, um in den USA und Kanada Inserate auf seinen Webseiten anzuzeigen. Mit der Umsetzung wollten beide Konzerne zuwarten, laut Google, um den Regulierungsbehörden Zeit zu geben, die Kooperation zu prüfen.

Grosse Vorbehalte

Jetzt verzichte man auf die Zusammenarbeit, wie Google-Chefjurist David Drummond heute Mittwoch im Firmenblog informiert hat. Nach vier Monaten sei klar geworden, dass sowohl die Regulierungsbehörden als auch die Inseratekunden Vorbehalte gegen die Zusammenarbeit hegten. Google wolle keine juristische Schlacht provozieren und die Beziehung zu seinen Partnern nicht gefährden. Aus diesem Grund verzichte man auf die Kooperation. «Wir werden nicht zulassen, dass eine in die Länge gezogene juristische Auseinandersetzung uns von unseren Kernaufgaben abhält», so Drummond.

Für Yahoo ist Googles Rückzieher ein Desaster: Angesichts des schrumpfenden Geschäfts mit Online-Bannerwerbung hätte das finanziell angeschlagene Webportal die Zusatzeinnahmen aus der Suchwortvermarktung dringend nötig.

Furcht vor Microsoft

Noch zu Wochenbeginn berichtete die «New York Times» von einer Beschränkung des Deals. Unter anderem hätte die Dauer des Vertrags von zehn auf zwei Jahre reduziert werden sollen. Doch die Wettbewerbshüter des Justizministeriums haben offenbar ihre Bedenken sehr deutlich gemacht. Auch viele Industrie- und Branchenverbände standen dem Abkommen skeptisch gegenüber, weil sie höhere Werbepreise befürchteten.

Wie orf.at schreibt, hätten die US-Wettbewerbsbehörden dem Abkommen ziemlich sicher nicht zugestimmt. Das wiederum hätte einen weiteren Yahoo-Übernahmenversuch durch Microsoft wahrscheinlich gemacht. Möglich, dass der Software-Gigant nun trotzdem einen neuen Versuch zur Yahoo-Übernahme lanciert.

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