Gewinneinbruch von 52 Prozent bei Swatch

Der Uhrenhersteller muss wie bereits angekündigt im ersten Semester 2016 Rückgänge bei Umsatz und Gewinn verzeichnen.

Muss einen Gewinneinbruch hinnehmen: Swatch-CEO Nick Hayek. (Archivbild)

Muss einen Gewinneinbruch hinnehmen: Swatch-CEO Nick Hayek. (Archivbild) Bild: Jean-Christophe Bott/Keystone

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Der Uhrenhersteller Swatch Group hat ein schwaches erstes Halbjahr hinter sich: Umsatz und Gewinn brachen in dem Umfang ein, den Swatch vergangenen Freitag angekündigt hatte.

Der Gewinn brach im Vergleich zur Vorjahresperiode um 52 Prozent auf noch 263 Millionen Franken ein, wie Swatch am Donnerstag mitteilte. Der Betriebsgewinn lag mit 353 Millionen Franken 54 Prozent unter dem Niveau vom letzten Jahr. Und der Umsatz betrug 3,7 Milliarden Franken, ein Minus von 11 Prozent.

Weniger Touristen wegen Attentaten

Swatch hatte vergangenen Freitag vor dem Ergebniseinbruch gewarnt. Betriebs- und Konzerngewinnen würden um 50 bis 60 Prozent zurückgehen, der Umsatz um 12 Prozent, hiess es damals.

Das Unternehmen leidet unter einem Rückgang der Touristenzahlen in Europa nach den Attentaten in Frankreich und Brüssel. Dadurch werden weniger Uhren verkauft. Allerdings ist der Verkaufsrückgang nicht die einzige Ursache für die schwachen Zahlen.

An Mitarbeiterbindung wird festgehalten

Ein Grund sei auch, dass man die Mitarbeiter weiter beschäftige, obwohl zahlreiche Bestellungen annulliert worden seien, hiess es in der Mitteilung vom Freitag. Gemäss der Tradition und Philosophie der Swatch Gruppe betrachte man die Mitarbeiter nicht als blossen Kostenfaktor. Damit will der Konzern das Know-how an Bord halten.

Bereits im Mai an der Generalversammlung hatte Verwaltungsratspräsidentin Nayla Hayek gesagt, dass auch in Krisenzeiten ein Stellenabbau bei Swatch kein Thema sei. Dies war ein Seitenhieb auf die Genfer Konkurrentin Richemont, die bis Ende April in der Schweiz rund 500 Stellen abbaute. Das sind ungefähr 5 Prozent der Belegschaft.

Erstellt: 21.07.2016, 07:09 Uhr

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