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Geschichte als Hypothek

Die neue Führungsstruktur bei der «Neuen Zürcher Zeitung» signalisiert Abschied von Traditionen – mit ungewisser Zukunft.

Geschichte als Hypothek: Der Sitz der NZZ in Zürich. Foto: Sabina Bobst
Geschichte als Hypothek: Der Sitz der NZZ in Zürich. Foto: Sabina Bobst

Die Gralshüterin bürgerlicher Publizistik will und muss ihren journalistischen Qualitäts-, Reflexions- und Orientierungsanspruch deutlich besser ver­kaufen als in der jüngeren Vergangenheit. Doch ihr ewiges Mantra von Kontinuität im Wandel, von dosierter Erneuerung einer historischen Marke kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass genau das ihrem Ausweg aus der Printkrise im Wege steht. Denn im Kontext unserer spätmodernen Gegenwart – geprägt vom Primat der Ökonomie, von weltanschaulichem Pluralismus und Geschichtsverlust – kann eine stolze Vergangenheit auch zur Hypothek für die Zukunft werden.

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