Zum Hauptinhalt springen

Geplante Kassenfusion macht Geschäftsleitung der KPT reich

Von Fusion zwischen den Krankenversicherern KPT und Sanitas profitieren die Verwaltungsrats- und Geschäftsleitungsmitglieder. Es geht um Millionenbeträge.

Hat gut lachen: KPT-Verwaltungsrat Simon Schenk.
Hat gut lachen: KPT-Verwaltungsrat Simon Schenk.
Keystone

Wie der «Sonntagsblick» berichtet, will die KPT eigene Aktien, die im Besitz von Mitarbeitern, Verwaltungsrats- und Geschäftsleitungsmitgliedern sowie Delegierten sind, für 54 Millionen Franken zurückkaufen. Für die Titel, die je nach Bezugsdatum zwischen 28 und 40 Franken gekostet haben, gibt die KPT sage und schreibe 600 Franken aus.

Den Verwaltungsrats- und Geschäftsleitungsmitgliedern gehören gemäss Schätzung des «Sonntagsblicks» im Schnitt rund 2000 Aktien. Nach der Fusion wären sie also um gut eine Million Franken reicher. Im Verwaltungsrat sitzt beispielsweise SVP-Nationalrat Simon Schenk. Ein prominenter KPT-Delegierter ist SVP-Nationalrat Ulrich Giezendanner. Bei geschätzten 300 Aktien in seinem Besitz würde er 170'000 Franken erhalten. Im gleichen Gremium sitzt der Luzerner SP-Kantonsrat und Vizepräsident der Gewerkschaft Kommunikation Giorgio Pardini, der nach eigenen Angaben weniger als 200 Aktien hält. Für ihne gäbe es immerhin noch 84'000 Franken.

Dass die Aktionäre, die für ihr Investment lediglich 3,6 Millionen Franken bezahlt haben, jetzt dafür 54 Millionen Franken erhalten sollen, kritisierte auf Anfrage des «Sonntagsblicks» die FDP-Ständerätin Christine Egerszegi scharf: «Verteilt werden Prämiengelder der Versicherten.» Für KPT-Verwaltungsrat Walter Bosch hingegen sei die Beteiligung der Mitarbeiter an der Firma legitim. Sie hätten Anrecht auf den Verkaufspreis.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch