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Georg Fischer schreibt schwarze Zahlen im ersten Halbjahr

Beim Schaffhauser Industriekonzern Georg Fischer geht es wieder aufwärts. Im ersten Halbjahr 2010 erwirtschaftete das Unternehmen einen Reingewinn von 41 Millionen Franken.

Nach einem Verlust von 139 Millionen im Vorjahr wieder Gewinn erzielt: Hauptsitz der Georg Fischer AG in Schaffhausen.
Nach einem Verlust von 139 Millionen im Vorjahr wieder Gewinn erzielt: Hauptsitz der Georg Fischer AG in Schaffhausen.
Keystone

In der Vorjahresperiode hatte Georg Fischer noch einen Verlust von 139 Millionen Fr. eingefahren. Der Betriebsgewinn (EBIT) belief sich auf 73 Millionen Franken, nachdem im Vorjahr ein Betriebsverlust von 122 Millionen Franken resultiert hatte, wie Georg Fischer am Montag mitteilte. Die Aufwertung des Franken belastete den Betriebsgewinn mit 13 Millionen Franken. Der Umsatz legte um 17 Prozent auf 1,69 Milliarden Franken deutlich zu, währungsbereinigt wuchs er gar um 23 Prozent.

Alle drei Unternehmensgruppen hätten die spürbare Markterholung nützen können, hiess es. Die Fahrzeugtechnik steigerte den Umsatz am stärksten um 25 Prozent auf 781 Millionen Franken, die Werkzeugmaschinen (Agie Charmilles) legten um 11 Prozent auf 326 Millionen Franken zu, die Rohrleitungssysteme (Piping Systems) um 10 Prozent auf 584 Millionen Franken.

Die Sparte Werkzeugmaschinen wies als einzige Sparte ein negatives operatives Ergebnis aus. Der Betriebsverlust war mit 7 Millionen Franken jedoch deutlich geringer als im Vorjahr (-52 Millionen Franken). Die Kunden in Asien investierten wieder in Werkzeugmaschinen, weil die Produktion von Mobiltelefonen, hocheffizienten Lichtquellen und anderen Elektronikkomponenten stark angestiegen sei, hiess es.

Volle Auftragsbücher

Das Unternehmen verbuchte deutlich mehr Aufträge. Während sie im ersten Semester 2009 noch 1,37 Milliarden Franken betrugen, stiegen sie nun auf 1,84 Milliarden Franken. Am meisten Aufträge verbuchte die Sparte Fahrzeugtechnik mit 839 Millionen Franken. Georg Fischer habe vom Anstieg der Automobilproduktion profitiert, nachdem im Jahr 2009 die Lager massiv abgebaut worden waren.

Zudem seien die Kosten nachhaltig reduziert worden, hiess es. Das Unternehmen baute bisher 2100 der geplanten 2300 Stellen ab. Gleichzeitig eröffnete es in Asien weitere Standorte und schuf rund 250 neue Arbeitsplätze.

Die Kurzarbeit sei grösstenteils aufgehoben worden. «Seit Juli arbeitet bei Georg Fischer niemand mehr kurz,» sagte Unternehmenssprecherin Bettina Schmidt auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Allerdings werde das Unternehmen im September nochmals über die Bücher gehen.

«Vorsichtig optimistisch»

Der Konzern zeigt sich für die zweite Jahreshälfte zuversichtlich. «Wir sind vorsichtig optimistisch», sagte Konzernchef Yves Serra an einer Telefonkonferenz. Er stellte ein Ergebnis in ähnlicher Höhe in Aussicht, sofern die Nachfrage-Erholung anhalte und sich die Wechselkurse stabilisierten.

Insbesondere in den Bereichen Fahrzeugtechnik und Werkzeugmaschinen sei die Auftragslage gut. Der Konzern werde auch künftig in Wachstumsmärkte investieren - vor allem in Asien.

Georg Fischer blickt auf turbulente Zeiten zurück. 2009 wurde der Konzern von der Rezession heftig durchgeschüttelt. Er musste einen Verlust von 238 Millionen Franken ausweisen nach 69 Millionen Franken Gewinn 2008.

SDA/mt

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