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«Ganz wichtige Risiken werden nicht erfasst»

Ökonom Martin Hellwig hält die strengeren Regeln, denen sich die Banken stellen müssen, für zu manipulierbar und ungenügend, um einer künftigen Krise vorzubeugen.

Kein Grund zu übertriebenem Optimismus: Martin Hellwig, Ökonom und Bankenkritiker. Foto: David Klammer (laif)
Kein Grund zu übertriebenem Optimismus: Martin Hellwig, Ökonom und Bankenkritiker. Foto: David Klammer (laif)

Halten Sie das Bankensystem heute für gefährlicher als vor der Krise?

Ja, weil zur Minderung der Risiken ­zu wenig getan wurde und zu wenige Banken aus dem Markt verschwunden sind – es wurden ja die meisten gerettet. Dennoch rechne ich nicht damit, dass die Gefahr einer neuen Krise momentan besonders gross ist, denn im Moment erhalten die Banken das Geld im Überfluss und sehr billig von den Zentralbanken. Wichtiger ist derzeit, wie es um die Altlasten steht. Jedoch, wenn alles be­reinigt ist und alles wieder rosig aussieht, wird man sich aufmachen auf den Weg in die nächste Krise. Bei den Faktoren, die uns in die Krise geführt haben, sehe ich keine wesentliche Änderung.

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