Zum Hauptinhalt springen

Firmen und Haushalte erhalten weniger Kredite

Die Finanzkrise belastet mittlerweile auch die Kreditvergabe der Banken an Unternehmen und Haushalte immer mehr.

Das Wachstum der Kreditvergabe an Firmen in der Euro-Zone ging von 12,6 Prozent (August) auf 12,1 Prozent (September) zurück. Es liegt damit so niedrig wie seit zwei Jahren nicht mehr, wie die neusten Daten der Europäischen Zentralbank (EZB) zeigen. Auch die Kreditvergabe der Banken an die privaten Haushalte gab nach und zwar auf ein Plus von 3,8 Prozent. So niedrig war das Kreditwachstum noch nie seit dem Jahr 2000, als die EZB mit der Datensammlung begann.

Ökonomen erklärten die Wachstumsverlangsamung mit der weltweiten Finanzkrise, deren Spuren immer deutlicher sichtbar würden. Es werde schwieriger für Unternehmen und Haushalte an Geld zu kommen, sagt Aurelio Maccario, Ökonom der italienischen Unicredit-Bank.

Das Schlimmste wird noch kommen

«Wenn man davon ausgeht, dass die heute veröffentlichten Daten sich auf den Monat September beziehen und die Eskalation der Bankenkrise aber erst in der zweiten Monatshälfte so richtig losging, sollte man wahrscheinlich argumentieren, dass das Schlimmste noch kommen wird», sagte Maccario.

Ob es freilich zu einer ausgewachsenen Kreditklemme in der Euro-Zone kommen wird, darin sind sich die Experten nicht sicher. Commerz-Banker Michael Schubert sieht diese Gefahr nicht. Er führt den Rückgang der Kreditvergabe der Banken eher auf eine niedrigere Nachfrage von Unternehmen und Haushalten zurück als auf Angebotseinschränkungen seitens der Kreditinstitute.

SDA/vin

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch