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Finanzkrise trifft auch schwedische Banken

Nach Banken in zahlreichen europäischen Ländern haben nun erstmals auch schwedische Institute ihre Kapitalbasis aufgestockt.

Die stark auf dem Baltikum engagierte Swedbank kündigte eine Kapitalerhöhung von umgerechnet 1,8 Mrd. Fr. an. Dabei will das Haus eine Vorzugsaktie gegen je zwei normale Anteilsscheine zum Kurs von 48 Kronen tauschen. Das Angebot sei vollständig gezeichnet worden, teilte die Bank mit, deren Anteile am Freitag bei 59.50 Kronen schlossen. Das Geldhaus verbreitert mit dem Schritt seine Kernkapitalquote den Angaben zufolge von 7,4 auf 9,2 Prozent.

Zudem erhält die sehr viel kleinere Investmentbank Carnegie von der Notenbank einen Überbrückungskredit in Höhe von umgerechnet 145 Mio. Franken, für den der Staat eine Bürgschaft übernimmt. Damit solle der «Gefahr einer schweren Störung des Finanzsystems» begegnet werden, erklärte Reichsbank-Chef Stefan Ingves. «Angesichts der gegenwärtig vorherrschenden Angst hat die Reichsbank entschieden, Carnegie mit Liquidität auszuhelfen.»

Schwedische Banken galten bis vor kurzem als relativ geschützt vor den Auswirkungen der Kreditkrise: Sie sind weniger in Geschäfte mit minderwertigen Hypotheken verwickelt als andere europäische Konkurrentinnen und folgen einem eher konservativen Finanzierungsmodell.

SDA/vin

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