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«Facebook ist viel zu hoch bewertet»

Der Internet-Unternehmer und frühere Facebook-Aktionär Thomas Heilmann glaubt, dass Mark Zuckerbergs Firma überbewertet ist. Er meint zu wissen, wie sich das soziale Netzwerk in Zukunft entwickelt.

Schwimmt im Geld: Facebook-Gründer Mark Zuckerberg.
Schwimmt im Geld: Facebook-Gründer Mark Zuckerberg.
Keystone

Der frühere Facebook-Aktionär Thomas Heilmann würde als Privatmann bei der Internet-Firma jetzt nicht wieder einsteigen. «Wäre die aktuelle Bewertung angemessen, müsste Facebook alsbald sieben bis acht Milliarden Dollar Gewinn machen. Das ist vielleicht das Vierfache dessen, was Facebook heute an Umsatz macht», sagte Heilmann dem Berliner «Tagesspiegel».

Reicht ein gutes Geschäftsmodell?

Der Internet-Unternehmer und stellvertretende CDU-Chef in Berlin hatte seine Anteile an der Firma vor Weihnachten verkauft. Heilmann hat seit 1991 zahlreiche Unternehmen, wie Xing, Pixelpark oder MyToys.de in verschiedenen Branchen mitfinanziert. Ende 2010 stieg er als Aktionär von Facebook aus.

Die Investment-Bank Goldman Sachs war zuletzt mit einem kleinen Anteil bei Facebook eingestiegen, der das Gesamtunternehmen mit 50 Milliarden Dollar bewertet. «Irgendwann erreicht das Unternehmen voraussichtlich diese Grössenordnung. Aber ich würde heute nicht für eine Bewertung zahlen, in die Facebook vielleicht in fünf bis zehn Jahren hineinwächst», fügte Heilmann hinzu. Facebook habe zwar «ein sehr gutes Geschäftsmodell mit realistischen Zukunftsaussichten. Es ist nur viel zu hoch bewertet».

Werbeunterbrechungen wie beim Privatfernsehen

Heilmann zeigte sich überzeugt, dass die Nutzer in Zukunft Werbebanner auf den Seiten von Facebook akzeptieren, «so, wie wir beim kostenlosen Privatfernsehen bereits sind, Werbeunterbrechungen zu akzeptieren». Aber das sei nicht so effizient wie bei Google, wo Werbung für einen Rasierapparat auftauche, wenn man das Wort Rasierapparat suche. Daher werde der Anteil an Werbeeinnahmen im Vergleich zur Reichweite kleiner sein als bei Google. Allerdings sei bei 500 Millionen Nutzern auch ein relativ kleinerer Anteil immer noch riesig. Facebook werde daher «sicher hohe Gewinne schreiben».

(dapd)

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