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Ex-Verwaltungsräte von Krankenkasse angeklagt

Die gescheiterte Fusion der Krankenkassen KPT und Sanitas hat ein juristisches Nachspiel: Zwei damalige KPT-Verwaltungsräte müssen vor Gericht. Ihnen wird ungetreue Geschäftsbesorgung vorgeworfen.

Muss sich vor Gericht verantworten: Walter Bosch.
Muss sich vor Gericht verantworten: Walter Bosch.
Steffen Schmidt, Keystone

Die Berner Staatsanwaltschaft hat gegen zwei frühere Verwaltungsräte der Krankenkasse KPT Anklage wegen ungetreuer Geschäftsbesorgung erhoben. Ihnen wird vorgeworfen, bei der gescheiterten Fusion der Krankenkassen KPT und Sanitas ihre Pflichten als Verwaltungsräte in mehrfacher Hinsicht verletzt zu haben.

So sollen die einstigen KPT-Verwaltungsräte Walter Bosch und Bernhard Liechti den Mitarbeiteraktionären einen überhöhten Aktienrückkaufpreis angeboten haben, wie die Berner Staatsanwaltschaft mitteilte.

Anzeige der Finma

Ferner sollen Bosch und Liechti zum Nachteil der KPT ein ungesichertes Darlehen in zweistelliger Millionenhöhe gewährt haben. Zur Last gelegt wird ihnen auch, sämtliche Verwaltungsräte mit überhöhten Abgangsentschädigungen bedacht zu haben.

Die Untersuchung gegen die Beschuldigten wurde im März 2012 gestützt auf eine Anzeige der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (Finma) eröffnet.

SDA/mw

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