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Ex-Manager von Alstom nicht mehr in U-Haft

In der Korruptions- und Geldwäschereiaffäre beim Alstom-Konzern ist der angeschuldigte frühere Manager aus der Untersuchungshaft entlassen worden.

Der Haftgrund der Kollusion sei weitgehend weggefallen und damit seien die Voraussetzungen zur Aufrechterhaltung der Untersuchungshaft nicht mehr gegeben, teilte die Bundesanwaltschaft auf Anfrage mit. Die Bundesanwaltschaft habe deshalb am vergangenen Freitag von Amtes wegen die Entlassung des Beschuldigten verfügt. Das gerichtspolizeiliche Ermittlungsverfahren wird aber fortgesetzt. Weitere Informationen wurden mit Hinweis auf das Untersuchungsgeheimnis keine gemacht.

Der Schweizer Manager, der beim französischen Alstom-Konzern eine leitende Stellung in der Compliance hatte und Mitglied der Geschäftsleitung der Schweizer Tochtergesellschaft Alstom Prom gewesen ist, war im August unter dem Verdacht der ungetreuen Geschäftsbesorgung, der Korruption und der Geldwäscherei verhaftet worden.

Verdacht auf hohe Schmiergeldzahlungen

Beim Ermittlungsverfahren geht es um den Verdacht, dass der Grosskonzern für Stromerzeugung und Schienentransport über die Alstom Prom in Baden Schmiergeldzahlungen an ausländische Amtsträger abgewickelt hat, um Aufträge in verschiedenen Ländern zu ergattern. Untersucht werden Tathandlungen bis ins Jahr 2000 zurück.

Laut früheren Angaben der Bundesanwaltschaft geht es um mögliche Korruptionszahlungen im mehrstelligen Millionenbereich. Die Bundesanwaltschaft führt auch ein weiteres Korruptions- und Geldwäschereiverfahren gegen französische Staatsangehörige aus dem Umfeld von Alstom, bei dem es auch Querbeziehungen zum Fall des ehemaligen Privatbankiers Oskar Holenweger gibt.

(AP)

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