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Ex-Finanzchef des Elektrizitätswerks Thurgau verhaftet

Der Thurgauer Stromversorger hat 28 Millionen Franken durch den Konkurs der US-Investmentbank Lehman Brothers verloren. Das Bezirksamt Münchwilen hat eine Strafuntersuchung eröffnet.

Der ehemalige EKT-Finanzchef wurde verhaftet, wie die Thurgauer Kantonspolizei am Montag mitteilte.

Anfang Oktober war bekannt geworden, dass der Thurgauer Stromversorger EKT Holding AG durch den Konkurs der US-Investmentbank Lehman Brothers 28 Millionen Franken verloren hat. Nun hat das Bezirksamt Münchwilen eine Strafuntersuchung eröffnet. Es wird abgeklärt, ob die Vorgänge um die Anlage und den mutmasslichen Verlust strafrechtlich relevant sind. Nach Angaben der Polizei soll die Untersuchung zeigen, wie und unter welchen Umständen investiert wurde und wer dafür verantwortlich ist. Ende letzter Woche sei der ehemalige Finanzchef der EKT in Haft genommen worden. Erste Abklärungen wurden bereits unmittelbar nach Bekanntwerden des Millionenabschreibers eingeleitet. Formell eröffnet wurde das Verfahren, nachdem eine Anzeige des EKT eingegangen war.

Finanzchef trat zurück

Der Abschreiber betraf ein Drittel des Vermögens der EKT Holding AG. Der Finanzchef war zurückgetreten, nachdem ihm der Verwaltungsrat das Vertrauen entzogen hatte. Er hatte die kapitalgeschützten Wertpapiere von Lehman Brothers teilweise auf Anraten des externen Vermögensverwalters des Stromversorgers erworben. Die Kantonsregierung hatte nach Bekanntwerden eine vollständige Aufarbeitung des Falls gefordert. Die EKT Holding ist zu 100 Prozent im Besitz des Kantons Thurgau. Der Kanton erhält jährlich zwischen sieben und neun Millionen Franken an Dividenden.

(AP)

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