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Euro fällt auf Rekordtief

Der Euro hat erneut deutlich an Wert verloren. Zum Franken notierte er mit 1.4308 Franken so tief wie noch nie.

Der Euro hat innerhalb eines Jahres massiv an Wert verloren: Im Oktober 2007 hatte die Gemeinschaftswährung zum Franken mit 1.6828 noch einen Rekordstand erreicht. Das bisherige Allzeittief hatte der Euro im September 2001 mit 1.4395 Franken markiert.

Das Rekordtief von 1.4308 Franken erreichte der Eurokurs kurz nach 10 Uhr. Danach erholte sich der Euro allerdings wieder etwas, kurz nach dem Mittag notierte der Euro bei 1.4432 Franken.

Der schwache Euro verteuert die Käufe von Schweizer Produkten im Euro-Raum weiter, dagegen werden Ferienreisen und Einkäufe für Schweizer in den Ländern mit der Gemeinschaftswährung billiger.

Umschichtung in Dollar-Anlagen

Viele Investoren verkauften Euro, um in Dollar-Anlagen umzuschichten, begründeten Händler den Wertzerfall der Gemeinschaftswährung. Die Devisenhändler rechnen mit weiteren Zinssenkungen im Euro-Raum wegen der nachlassenden Konjunktur.

Auch würden mit Krediten finanzierte Zinsdifferenzgeschäfte - so genannte Carry Trades - aufgelöst. Bei einem Carry-Trade werden Kredite zu sehr niedrigen kurzfristigen Zinsen in einer Währung aufgenommen und in Währungen mit einer höheren Verzinsung wieder angelegt. Die Veröffentlichung der Ifo-Konjunkturzahlen aus Deutschland trug laut Händler ebenfalls zum Taucher des Euro bei, die Stimmung in der deutschen Wirtschaft trübte sich demnach weiter ein.

Ein Dollar kostete mit 1.1584 Franken etwas weniger. Auch gegenüber der japanischen Währung erfolgte eine leichte Aufwertung des Franken, der Yen notierte bei 1.2452 Franken.

SDA/vin

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