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Ergebnis von BASF steigt in luftige Höhen

Der weltgrösste Chemie-Konzern hat 2010 einen Rekordgewinn verbucht. Mit 4,56 Milliarden Euro konnte er den Gewinn verdreifachen. Wegen der Unruhen in Libyen sind die Aussichten allerdings unsicher.

Klare Gewinnsteigerung bei BASF: Ein Arbeiter steht auf einem Tank des Chemie-Konzerns in Schwarzheide D.
Klare Gewinnsteigerung bei BASF: Ein Arbeiter steht auf einem Tank des Chemie-Konzerns in Schwarzheide D.

Der Chemie-Konzern BASF hat dank einer starken Nachfrage Umsatz und Ergebnis sowohl im vierten Quartal als auch im Gesamtjahr 2010 deutlich steigern können. Für 2011 stellte der Ludwigshafener Konzern am Donnerstag weiteres Wachstum in Aussicht. Das Jahr habe stark begonnen, Sorgen bereite allerdings die Krise in Libyen, hiess es.

Positive Impulse seien 2010 aus allen Regionen gekommen. Verglichen mit dem Vorjahr sei der Umsatz insgesamt um 26 Prozent auf 63,9 Milliarden Euro gestiegen. Nach Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter verdiente der DAX-Konzern 4,6 Milliarden Euro, nach 1,4 Milliarden Euro im Krisenjahr 2009.

Spitzenwerte bei Umsatz und Gewinn

Von Oktober bis Ende Dezember setzte BASF 16,4 Milliarden Euro um, 25 Prozent mehr als im Vorjahr. Unter dem Strich stand ein Gewinn von 1,1 Milliarden Euro, nach 455 Millionen Euro im letzten Vierteljahr 2009.

«Wir haben 2010 bei Umsatz und Ergebnis Spitzenwerte erzielt», sagte Konzernchef Jürgen Hambrecht. Insbesondere im Chemiegeschäft habe der konjunkturelle Aufschwung genutzt werden können. Die wirtschaftliche Erholung sei dynamischer verlaufen, als zunächst erwartet.

Das Ergebnis gedrückt habe jedoch eine weitere Rückstellung für die zusätzliche Sonderzahlung in Höhe von 50 Millionen Euro an die Mitarbeiter als Dank für die Krisenbewältigung in den vergangenen beiden Jahren. Daneben hätten sich einmalige Kostenbelastungen aus beschleunigten Instandhaltungs- und Restrukturierungsmassnahmen negativ ausgewirkt.

Stark in Libyen involviert

Im laufenden Jahr will BASF bei Umsatz und Ergebnis der Betriebstätigkeit die Spitzenwerte aus 2010 «signifikant» übertreffen. «Wir werden auch im Jahr 2011 eine hohe Prämie auf unsere Kapitalkosten verdienen», sagte Hambrecht. Was die aktuelle Lage in Libyen betrifft, hoffe der Konzern auf eine baldige Beruhigung. In dem Land ist die Gas- und Öltochter der BASF, Wintershall, stark in der Ölförderung engagiert. Wegen der Unruhen hat der Konzern die Ölförderung in Libyen mittlerweile eingestellt.

(AFP, dapd)

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