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Eine Hydra mit tausend Köpfen

Kaum ist ein Internet-Shop für gefälschte Uhren geschlossen, taucht er unter einer anderen Adresse wieder auf. In Biel kämpft ein kleines Team des Uhrenverbandes gegen die globale Fälscherzunft. Diese lässt sich jedoch immer neue Tricks einfallen.

Es gibt wieder einiges zu tun. Kleine Flaggen der USA, der Niederlande, Brasiliens und anderer Länder erscheinen auf dem Bildschirm von Carole Aubert, dahinter immer eine Internetadresse. Sie klickt darauf und gelangt auf einen Shop für Luxusuhren. Der Rechtsanwältin reichen ein, zwei Blicke auf die Seite, und der Befund ist klar: Eben ist ihr ein weiterer Fälschungs-Verkäufer ins Netz gegangen.

Die Internet-Läden mit den gefälschten Schweizer Uhren zu finden, ist jedoch der weniger schwierige Teil von Carole Auberts Aufgabe. Den Shop stillzulegen, ist der zweite Teil. Denn anders als einen physisch greifbaren Laden kann man ihn im Internet nicht einfach räumen und versiegeln lassen. Eine Website kann innert Minuten auf einen neuen Server in einem anderen Land gezügelt werden, und Auberts Arbeit beginnt von Neuem – denn die Fälscherbranche ist eine tausendköpfige Hydra.

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