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Ein Schnaps, wie ihn Künstler mögen

Oliver Matter exportiert Absinth, Bitterspirituosen und Liköre in die halbe Welt. Seine Produkte sind gefragt – dank dem Trend zu alten Drinks und Cocktails.

Schnapshersteller in vierter Generation: Oliver Matter in seiner Brennerei im bernischen Kallnach.
Schnapshersteller in vierter Generation: Oliver Matter in seiner Brennerei im bernischen Kallnach.
Adrian Moser
Mit Dampf werden der Alkohol und die darin eingelegten Kräuter und Gewürze auf 85 Grad erhitzt und destilliert.
Mit Dampf werden der Alkohol und die darin eingelegten Kräuter und Gewürze auf 85 Grad erhitzt und destilliert.
Adrian Moser
Experten schenken den Schnaps mittels einer Absinth-Fontaine aus. Mit Wasser verdünnt wird das hochprozentige Produkt aber in jedem Fall.
Experten schenken den Schnaps mittels einer Absinth-Fontaine aus. Mit Wasser verdünnt wird das hochprozentige Produkt aber in jedem Fall.
Adrian Moser
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Der Mann hat eine gute Nase, und dies gleich in mehrfacher Hinsicht. Einerseits muss Oliver Matter den Schnaps, den er brennt, eigentlich nie probieren. Er riecht daran – das reicht, um allfällige Qualitätsprobleme zu erkennen.

Andererseits hat Matter auch eine gute Nase für Trends. Als er vor zehn Jahren zusammen mit seiner Frau Nicole die Brennerei seines Vaters übernahm, war diese ganz auf die traditionellen Obstbrände ausgerichtet – Kirsch, Vieille Prune, Härdöpfeler und so weiter. Doch am 1. März 2005 fiel in der Schweiz das Absinth-Verbot, und so versuchte sich Matter im Brennen der grünen Fee. Er bot das Produkt im Internetshop der Brennerei an – und prompt trafen erste Bestellungen ein, darunter solche von zwei europäischen Händlern. «Diese suchten nach einem Produzenten, denn ausserhalb der Schweiz war das Interesse an Absinth aus dem Ursprungsland Schweiz bereits gross.» Dass die Brennerei Matter-Luginbühl nicht im Val de Travers, sondern in Kallnach im Berner Seeland steht, stört die Kunden nicht.

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