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Ein Choleriker mit schwerem Erbe

Er startete als erster Manager eines jungen Softwarekonzerns. Nun gibt Steve Ballmer den Chefposten von Microsoft ab. Der 57-Jährige gilt als harter Hund. Seinen weichen Kern zeigte er bei einem legendären Auftritt.

Steve Ballmer kommt oft als harter Hund rüber, hat aber einen weichen Kern: Tränen erdrückten seine Worte, als der Sohn eines Schweizer Auswanderers 2000 seinen langjährigen Freund und Weggefährten Bill Gates an der Microsoft-Spitze ablöste.

Bis dahin war Ballmer stets der starke zweite Mann innerhalb des Softwarekonzerns. Seine exaltierten Auftritte nicht nur auf firmeninternen Veranstaltungen hatten ihm den Spitznamen «Monkeyboy» eingebracht. Legendär ist etwa die Szene, in der er hüpfend und schreiend skandiert: «I love this company».

Einfache Verhältnisse

Steve Ballmer kam 1956 zur Welt und wuchs in der Autostadt Detroit auf. Bis heute behielt er seine Vorliebe für die Firma Ford bei, in der sein Vater, ein gebürtiger Schweizer, arbeitete.

Seine Herkunft aus einfachen Verhältnissen hatte Ballmer nie geleugnet. Während Bill Gates durch und durch als Softwarespezialist und Visionär des Unternehmens galt, gab Ballmer den Geschäftsmann mit herausragenden Verkaufstalenten.

Ein Mathematiker

Ballmer lernte Gates während des Studiums an der Harvard University in den 1970er Jahren kennen. Sein Studium der Angewandten Mathematik und Ökonomie absolvierte er mit Auszeichnung. Nach zwei Jahren bei dem Konsumgüter-Hersteller Procter & Gamble brach er eine anschliessende Management-Ausbildung in Stanford kurzerhand ab, um mit Gates Microsoft aufzubauen.

Im Jahr 1980 war Ballmer der erste Manager der jungen Firma. Im gleichen Jahr heiratete er Connie Snyder, eine Microsoft-Mitarbeitern, mit der er drei Söhne hat.

Bis zuletzt verbindet ihn eine intensive Freundschaft mit Gates, der ihm als Gründervater bei internen Machtkämpfen stets den Rücken gestärkt haben soll. Ein glückliches Händchen bei der Entwicklung neuer Technologien und Trends wie sein Wegbegleiter Gates es hatte, liess Ballmer allerdings vielfach vermissen.

(SDA)

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