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Drei Immobilienfonds in Deutschland aufgelöst

Weil sie nach der Lehman-Pleite das Geld der Anleger nicht auszahlen konnten, mussten drei Fonds geschlossen werden. Es ist möglich, dass ihnen im nächsten Jahr weitere folgen.

Immobilienfonds galten bisher als vielleicht etwas langweilig, aber jedenfalls sicher. Im Nachbeben der Erschütterung, die von der Lehman-Pleite im September 2008 ausgelöst wurde, bröckelt aber auch diese Gewissheit. Erstmals mussten im abgelaufenen Jahr in Deutschland offene Immobilienfonds aufgelöst werden.

Die drei betroffenen Fonds hatten nach der Lehman-Pleite die Rücknahme von Anteilen aussetzen müssen: Die rapide sinkenden Immobilienpreise erlaubten es nicht, die massenhaften Forderungen von nervös gewordenen Anlegern nach Auszahlung zu erfüllen.

Frist abgelaufen

Im September gab die KanAm Grund Kapitalanlagegesellschaft die Auflösung ihres in US-Dollar notierten US-grundinvest Fonds mit einem Volumen von umgerechnet noch knapp 400 Millionen Euro bekannt. Es folgten der Degi Europa der Fondsgesellschaft Aberdeen mit 1,3 Milliarden Euro Fondsvermögen und der im Jahr 2005 mit 1,7 Milliarden Euro gestartete P2 Value der US-Bank Morgan Stanley.

Gemeinsam ist den drei Fonds, dass die nach deutschem Recht maximal mögliche Dauer von zwei Jahren für die Aussetzung der Rücknahme von Anteilen erreicht war. Für rund zehn weitere offene Immobilienfonds läuft diese Frist im Jahr 2011 aus.

dapd/oku

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