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Dreamliner landet erstmals in Europa

Boeing präsentiert den neuen Dreamliner auf der Luftverkehrsmesse im britischen Farnborough dem internationalen Publikum. Experten werten dies als ein wichtiges Signal an die Branche.

Die 787 landete am Sonntag in England und ist die Hauptattraktion der Farnborough International Air Show. Die Maschine ist die erste von fünf Testmodellen, die den amerikanischen Luftraum verlassen. Damit zeigen zum ersten Mal die Erzrivalen Boeing und Airbus ihre wichtigsten Modelle nebeneinander.

Der Luftverkehrsexperte Raymond Jaworowski erklärte, Boeing wolle mit dem Auftritt in Farnborough zeigen, dass es die Probleme beim Bau des Dreamliners in den Griff bekommen habe. Dies sei ein Signal an die Industrie. Boeing hat bereits 863 Bestellungen von 56 Gesellschaften im Gesamtwert von 150 Milliarden Dollar (115 Milliarden Euro) für die 787 vorliegen. Allerdings hinkt die Entwicklung zwei Jahre hinter dem ursprünglichen Zeitplan zurück.

Aufträge aus den USA und Asien

Boeing hatte in dieser Woche bekanntgegeben, dass sich die Auslieferung der ersten Maschine an die japanische Gesellschaft ANA um mehrere Wochen auf Anfang 2011 verschieben könnte. Grund für die Verzögerung sind unter anderem weitere Untersuchungen in der Erprobungsphase des Flugzeuges.

«Mehrere Piloten unserer Kunden haben den Dreamliner bereits selbst geflogen und waren begeistert», sagte Boeing-Chef Jim McNerney der «Welt am Sonntag». Ab 2013 sollen demnach zehn Maschinen pro Monat ausgeliefert werden. McNerney erwartet nach eigenen Worten in diesem Jahr vor allem aus Asien und dem Nahen Osten Aufträge.

«Aber auch die US-Airlines erholen sich, und wir sehen mehr Bestellungen.» Insgesamt will Boeing laut McNerney in diesem Jahr zwischen 460 und 470 Flugzeuge ausliefern. Er erwarte eine ähnliche hohe Anzahl neuer Bestellungen.

dapd/jak

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