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Dow Jones mit Schlussausverkauf im Minus

Sorgen über das Ausmass einer weltweiten Konjunkturabkühlung haben an den US-Börsen erneut zu Abgaben geführt.

New York Stock Exchange: Die Nervosität hat sich etwas gelegt, die Schwankungen sind nicht mehr so gross.
New York Stock Exchange: Die Nervosität hat sich etwas gelegt, die Schwankungen sind nicht mehr so gross.
Keystone

In einem volatilen Handel lasteten auf dem Markt Ängste über ein Durchschlagen der Finanzkrise auf die Realwirtschaft. Marktteilnehmer fürchteten dadurch nach unten revidierte Gewinnprognosen der Unternehmen. Positive Nachrichten aus der Telekommunikationsbranche und eine sich andeutende Entspannung an den Kreditmärkten konnten die Stimmung auf dem Parkett nicht nachhaltig aufhellen.

Ausverkauf zu Handelsschluss

Nach einer Berg- und Talfahrt rutschte der Dow-Jones-Index der Standardwerte in einem regelrechten Ausverkauf zu Börsenschluss innerhalb von knapp 20 Minuten deutlich nach unten und ging 2,4 Prozent tiefer mit 8175 Punkten aus dem Handel.

Im Verlauf pendelte er zwischen 8143 und 8599 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500 verlor 3,2 Prozent auf 848 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gab knapp drei Prozent auf 1505 Stellen nach.

Ölpreise fallen weiter

Zu den Verlierern gehörten unter anderem die Titel von Microsoft mit einem Kursverlust von 3,6 Prozent. Das «Wall Street Journal» berichtete, mittlerweile hätten viele Firmen Schwierigkeiten, ihre IT-Finanzierungen zu schultern und gerieten bei den entsprechenden Krediten in Verzug.

Auf den Titeln grosser Ölkonzerne lastete der weitere Rückgang der Ölpreise. Der Preis für US-Leichtöl sank um knapp zwei Dollar auf etwa 62 Dollar je Barrel. Deshalb gaben die Papiere von Exxon Mobil 4,3 Prozent nach, die von ConocoPhillips sogar 5,8 Prozent.

GM-Aktie verliert

Auch der Abwärtstrend bei dem Autokonzern General Motors hielt mit einem Kursrutsch von 8,4 Prozent an. Die Anleger zeigten sich nach Bekanntwerden der Übernahmegespräche zwischen GM und Chrysler-Eigentümer Cerberus verärgert über den Ausblick des Konzerns.

Die Liste der Gewinner führten unter anderem Verizon-Papiere an. Der zweitgrösste US-Telekomkonzern trotzte im dritten Quartal dem Konjunkturabschwung und überzeugte mit einer soliden Geschäftsbilanz. Die Börse honorierte das mit einem Kursanstieg von mehr als zehn Prozent. Im Sog der Verizon-Aktie legten auch weitere Branchentitel zu.

Hoffnung auf tiefere Zinsen

Einige Anleger schöpften zudem Hoffnung, dass weitere Zinssenkungen der Zentralbanken eine Rezession zumindest abmildern könnten.

EZB-Chef Jean-Claude Trichet signalisierte am Montag mit überraschend deutlichen Worten, dass die Europäische Zentralbank in der kommenden Woche im Kampf gegen die Finanzkrise voraussichtlich die Kredite erneut verbilligen wird. Auch von der US-Notenbank Fed erwarten die Anleger mindestens eine weitere Zinssenkung.

SDA/cpm

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