Die Schweiz soll eine eigene Billig-Airline erhalten

30 Prozent billiger als die Swiss soll sie werden: Vier Branchenveteranen wollen in Basel eine Airline gründen.

Das Unternehmen wolle auf eine einzigen Fliegertyp setzen: Der Airbus A321neo. (Symbolbild) Bild: Wikimedia/BriYYZ

Das Unternehmen wolle auf eine einzigen Fliegertyp setzen: Der Airbus A321neo. (Symbolbild) Bild: Wikimedia/BriYYZ

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Ein Ryanair-Pilot und drei weitere Branchenveteranen hoffen, diese Woche mindestens 100 Millionen US-Dollar zu sammeln, um eine neue kostengünstige Langstreckenfluggesellschaft zu gründen. Das berichtet die «Financial Times».

Die neue Fluggesellschaft wird sich zunächst auf Nordamerika konzentrieren und erwartet, dass sie grössere, etablierte Fluggesellschaften – unter anderen also die Swiss – um rund 30 Prozent unterbieten könne. Die Billigflüge sollen ab dem Euroairport Basel-Mulhouse abheben.

«Es ist ein Albtraum»

«Wir haben ein komplettes Netzwerk (von Flügen) vorbereitet, aber wegen der Konkurrenz wollen wir es im Moment nicht veröffentlichen», sagte Armin Bovensiepen zur «FT». Er ist einer der vier Unternehmer und arbeitete früher bei Air Berlin und Austrian Airlines.

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Eine neue Billig-Airline ab Basel-Mulhouse: Braucht es das?




Einen Hinweis, wo es hingehen könnte, fügte sein Partner Alvaro Oliveira hinzu: «Wenn jemand von Cincinnati nach Basel fliegen will, ist das ein Albtraum», so Oliveira, der aktuell bei Ryanair Teilzeit als Pilot arbeitet.

Flotte von bis zu 38 Maschinen geplant

Das Projekt läuft unter dem Arbeitstitel «Swiss Skies» und setzt auf einen einzigen Fliegertyp: den Airbus A321neo. Die Unternehmer planen gemäss dem Bericht eine Flotte von 16 Maschinen nach zwei Betriebsjahren und bis zu 38 Maschinen nach vier Jahren.

Zum Vergleich: Die Swiss besitzt gemäss den aktuellsten Zahlen 79 Flugzeuge. Zusätzlich ergänzt die Swiss ihre Flotte mit 11 Flugzeugen, welche von sogenannten Wet-Leasing Partnern betrieben werden, namentlich Helvetic Airways und Austrian Airlines.

Sollte das Fundraising erfolgreich sein, würde die Fluggesellschaft Mitte 2019 erstmals abheben. Neben den USA plant die Fluggesellschaft, Destinationen in der Karibik, Asien, dem Mittleren Osten und Brasilien sowie eine Handvoll europäischer Flughäfen hinzuzufügen.

(mch)

Erstellt: 10.09.2018, 08:30 Uhr

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