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Die Preise steigen und steigen

Die Teuerung im Monat Juli hat erstmals seit fast 15 Jahren wieder die Marke von drei Prozent überschritten.

Höher war die Teuerung in der Schweiz letztmals im Oktober 1993. Damals betrug sie 3,4 Prozent. Im Juli stieg die Jahresteuerung nun von 2,9 Prozent im Vormonat auf 3,1 Prozent, wie das das Bundesamt für Statistik (BFS) mitteilt.

Die Teuerung hat also nochmals zugelegt, obwohl der Landesindex der Konsumentenpreise im Juli als Folge des Ausverkaufs zurückging. Hier wirkt sich statistisch aus, dass der Index vor Jahresfrist mit 0,6 Prozent noch etwas stärker gesunken war. Die Jahresteuerung stand ausserdem im Juli 2007 noch bei lediglich 0,7 Prozent.

Günstige Möbel und Sommerbekleidung

Billiger geworden ist im Juli dieses Jahres vor allem die Sommerbekleidung, die bei der Gruppe Bekleidung und Schuhe zu einem Rückgang des Index' um 12,3 Prozent führte. Vor Jahresfrist lag das Preisniveau dieser Produktegruppe allerdings noch 3,7 Prozent tiefer. Verbilligt haben sich verglichen mit dem Vormonat beispielsweise auch Wohn- und Schlafzimmermöbel, Armbanduhren, Medikamente, Fernsehgeräte und PC Hardware. Bei den Nahrungsmitteln sanken die Preise für Gemüse, Fisch und küchenfertige Produkte. Praktisch unverändert blieb der Index für Restaurants und Hotels.

Gleichzeitig hat sich der hohe Ölpreis auch im Juli ausgewirkt. Der Index für Heizöl und Benzin stieg nochmals um 2,8 beziehungsweise 1,8 Prozent. Bei den Flugtickets resultierte sogar ein Plus von 7,9 Prozent. Leichte Preissteigerungen gab es in der insgesamt am stärksten aufschlagenden Gruppe Verkehr auch bei neuen Autos und den Parkgebühren. Occasion-Fahrzeuge hingegen wurden billiger. Gestiegen sind ausserdem die Preise für Wein, Fleisch- und Wurstwaren, Milchprodukte und Kartoffeln.

Permanent über zwei Prozent

Die Zahlen des Teuerungsbarometers entsprechen den Erwartungen der Bankökonomen. Bei der Credit Suisse rechnet man damit, dass die Inflation vermutlich in der zweiten Jahreshälfte ihren Höhepunkt erreichen wird. Für die Währungshüter der Schweizerischen Nationalbank (SNB) sei entscheidend, wie schnell die Teuerung wieder unter die Zwei-Prozent-Marke falle, die als Grenze für die Preisstabilität gilt. Sie wird seit Jahresbeginn permanent überschritten. Ausschlaggebend war vor allem der Ölpreisanstieg. Die Kerninflation, die diesen Effekt ausklammert, machte im Juli bloss 1,2 Prozent aus

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