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Die Pizolbahn hat zu wenig eingenommen

Die Pizolbahnen AG hat im Geschäftsjahr 2010/2011 einen Verlust von 9,94 Millionen Franken eingefahren. Schuld daran sind ausserordentliche Abschreibungen wegen der schlechten Ertragslage.

Will die Kommunikation verbessern: Die Achtergondel der Pizolbahnen AG.
Will die Kommunikation verbessern: Die Achtergondel der Pizolbahnen AG.
Keystone

Im Geschäftsjahr 2010/2011 hat die Pizolbahnen AG einen Jahresverlust von 9,94 Millionen Franken verbucht. Grund dafür waren ausserordentliche Abschreibungen von 10 Millionen Franken.

Wie Finanzchef Christian Hummel an der Generalversammlung von gestern in Bad Ragaz erklärte, wurden die ausserordentlichen Abschreibungen wegen der derzeit ungenügenden Ertragslage vorgenommen. Dadurch könnten die Buchwerte der Sachanlagen und damit der jährliche Abschreibungsbedarf gesenkt werden.

Ertrag stieg um 20 Prozent

Grund für die hohen Abschreibungen ist der Neubau von zwei Achtergondelbahnen von Bad Ragaz und Wangs als Zubringer ins Pizolgebiet in den Jahren 2007 und 2009. Sie kosteten total 31,8 Millionen Franken.

Trotz eines wettermässig nur durchschnittlichen Sommers 2010 stieg der Verkehrsertrag um 20 Prozent auf erstmals über 1 Million Franken. Auch der Winter 2010/11 begann mit 11 Prozent höheren Einnahmen bis Ende Januar gut. Wärmeeinbrüche ab Februar drückten das Winterergebnis aber um 6 Prozent auf 5,27 Millionen Franken.

Abschreibungen klar tiefer

Dem Betriebsertrag von 6,8 Millionen Franken (-3 Prozent) stand ein Betriebsaufwand von unverändert 5 Millionen Franken gegenüber. Der Betriebsgewinn betrug 1,8 Millionen Franken, ein Minus von 6 Prozent. Durch die ausserordentlichen Abschreibungen konnten die ordentlichen um 20 Prozent auf 1,7 Millionen Franken gesenkt werden.

Wie Verwaltungsratspräsident Bruno Glaus sagte, hat der Pizol vor allem im Sommer noch viel Potenzial. Im Winter müsse die Kommunikation verbessert werden. Er bezeichnete es als «tragisch», dass die Medien im letzten Winter nur von grünen Pisten berichtet hätten, «trotz stets ausgezeichneter Pistenverhältnisse am Pizol».

Ein Lichtblick war die vor einer Woche abgeschlossene Sommersaison 2011 - laut Geschäftsführer Klaus Nussbaumer «der beste Sommer seit Bestehen der Pizolbahn». Wie er sagte, wurden trotz des total verregneten Julis 1,16 Millionen Franken eingenommen, 15 Prozent mehr als im ebenfalls guten Vorjahr.

SDA/wid

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