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Die neue Angst vor der Aldisierung

Der Detailhandel steckt tief in der Krise. Branchenvertreter befürchten Entwicklungen wie in Grossbritannien. Dort haben die Discounter den Platzhirsch in Bedrängnis gebracht.

Einkauf bei Aldi: Das Schweizer Geschäft des Discounters läuft gut. Foto: Keystone
Einkauf bei Aldi: Das Schweizer Geschäft des Discounters läuft gut. Foto: Keystone

Einkaufstourismus und Umsatzrückgänge: Dieses Wehklagen aus dem Schweizer Detailhandel ist bekannt. Was jedoch die breite Öffentlichkeit nicht wahrnimmt: In der Branche wird die Situation als noch viel schlimmer wahrgenommen, als dies gegen aussen kommuniziert wird. «Niemand getraut sich offen auszusprechen, wie düster die Lage wirklich ist», sagt ein ranghohes Kader eines Detailhändlers, «aus Angst, die Konsumenten noch stärker zu verunsichern.» Der Insider will deshalb anonym bleiben und seinen Namen nicht in der Zeitung lesen. Die Lage sei aber derart düster, dass die Händler schon alle möglichen Szenarien und Massnahmen durchspielen: Ferienkürzungen, Stellenabbau und Filialschliessungen an den Grenzen, wo der Kunden- und Umsatzverlust wegen des Einkaufstourismus am grössten ist.

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