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Deutsche Postbank mit 449 Millionen Euro Verlust

Der Zusammenbruch von Lehman Brothers beschert der Bank im dritten Quartal tiefrote Zahlen. Ackermanns Deutsche Bank will trotzdem noch einsteigen.

Haben erst im September die Teilübernahme angekündigt: Joe Ackermann (links) und Postbank-Chef Frank Appel.
Haben erst im September die Teilübernahme angekündigt: Joe Ackermann (links) und Postbank-Chef Frank Appel.
Keystone

Allein die Belastungen aus dem Engagement bei Lehman Brothers schlugen mit 364 Millionen Euro zu Buche, wie die Tochter der Deutschen Post heute mitteilte. Dazu kommen Wertkorrekturen auf Aktien und Investmentfonds-Bestände.

Für die ersten neun Monaten des laufenden Jahres schreibt die Postbank einen Vorsteuerverlust von 112 Millionen Euro.

Mutterhaus Deutsche Post hilft aus

Durch die Verluste schmilzt die Kernkapitalquote per Ende September auf nur noch 5,5 Prozent. Jetzt muss die Postbank ihr Eigenkapital um bis zu 1 Milliarden Euro erhöhen. Damit würde die Kernkapitalquote auf 6,9 Prozent steigen.

Die Deutsche Post als Mehrheitseignerin der Postbank habe sich verpflichtet, Aktien gemäss ihres Anteils von gut 50 Prozent zu zeichnen sowie alle darüber hinaus gehenden Papiere, die nicht platziert werden könnten. Der Bezugspreis soll 18,25 Euro betragen.

Deutsche Bank nach wie vor interessiert

Die Post erklärte parallel, dass sich an dem für das erste Quartal 2009 geplanten Einstieg der Deutschen Bank bei der Postbank nichts ändere. Die Deutsche Bank will im nächsten Jahr für 2,8 Milliarden Euro mit knapp 30 Prozent bei der Postbank einsteigen und hat zudem eine Option, später den restlichen Post-Anteil zu übernehmen.

Der vereinbarte Preis liegt deutlich über dem aktuellen Postbank-Kurs. Die Aktien der Deutschen Bank rutschten am Montag um mehr als 12 Prozent ab. Die Postbank-Aktie tauchte gar um 16 Prozent.

SDA/oku

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