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Deutsche Fernbusse durch die Schweiz – die Preise, die Fahrzeiten

«Mein Fernbus» wird ab 28. August sein Liniennetz von Lindau nach Mailand ausbauen – mit drei Halten in der Schweiz.

Nimmt nun auch Reisende in der Schweiz auf: Ein Bus von «Mein Fernbus» unterwegs in den Alpen.
Nimmt nun auch Reisende in der Schweiz auf: Ein Bus von «Mein Fernbus» unterwegs in den Alpen.
meinfernbus.de

Ein deutscher Fernbusanbieter eröffnet eine neue Buslinie zwischen Deutschland und Italien. In der Schweiz hält der Bus in Graubünden und im Tessin. Die Postauto AG sieht die Konkurrenz gelassen, die SBB hingegen sind weniger erfreut.

Das deutsche Unternehmen «Mein Fernbus» wird ab 28. August sein Liniennetz bis Bellinzona und Lugano ausweiten. Dies teilte das Unternehmen auf seiner Website mit. Künftig verkehren die grünen Busse von München bis Mailand und halten dabei unter anderem im bayrischen Lindau, in Chur sowie in Bellinzona und Lugano.

Für 26 Franken von Bellinzona nach München

Eine Direktfahrt von Bellinzona nach München dauert fünf Stunden und 45 Minuten. Sie kostet auf der Fernbus-Webseite aktuell 22 Euro oder umgerechnet 26 Franken. Zum Vergleich: Mit der Postauto AG, die ebenfalls einen Teil der Strecke betreibt, kostet die einfache Fahrt von Bellinzona nach Chur 51 Franken.

Postauto-Sprecher Urs Bloch sieht in dieser Konkurrenzierung «Risiken, aber auch Chancen», wie er gegenüber der SDA mitteilte. Die Fernbusse brächten auch zusätzliche Fahrgäste nach Chur, die dann auf die Rhätische Bahn oder andere Postauto-Linien umsteigen könnten. Vor diesem Hintergrund ist auch die Erlaubnis der Postauto AG zu sehen, dass die deutschen Fernbusse in der Postauto-Halle in Chur halten dürfen.

SBB-Chef Meyer sorgt sich

Der Betreiber des 2011 gegründeten Mein Fernbus hat sich für eine Linie durch Graubünden und das Tessin entschieden, weil beide Destinationen touristisch sehr attraktiv seien. Dies sagte Sprecherin Marika Vetter zur SDA. Zudem ermögliche es die neue Linie den Bündnern, deutlich schneller und umsteigefrei nach Mailand zu gelangen.

SBB-Chef Andreas Meyer sieht die Fernbus-Expansion dagegen kritisch: «Ich beobachte diese Entwicklung und Dynamik im Fernbusbereich mit einer Sorge», sagte Meyer zur «Tessiner Zeitung» , die sich ebenfalls mit den neuen Fernbuslinien beschäftigte.

Seit 2012 verkehren die Fernbusse bereits zwischen Freiburg im Breisgau und Zürich. Eine Direktlinie zwischen Zürich und Mailand ohne Zwischenhalt im Tessin ist seit diesem Jahr in Betrieb.

SDA/cpm

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