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Der UBS droht in Frankreich eine 6-Milliarden-Busse

Knapp eineinhalb Milliarden hat die Grossbank als Kaution bereits nach Frankreich überwiesen. Wie Dokumente der Justiz zeigen, könnte das nur ein Tropfen auf den heissen Stein sein.

Die UBS steht in Frankreich unter Druck: Die Justiz ermittelt wegen mutmasslicher Beihilfe zu Steuerhinterziehung und hat ein Anklageverfahren wegen Geldwäscherei eingeleitet.
Die UBS steht in Frankreich unter Druck: Die Justiz ermittelt wegen mutmasslicher Beihilfe zu Steuerhinterziehung und hat ein Anklageverfahren wegen Geldwäscherei eingeleitet.
Keystone

In Frankreich sind neue Dokumente aufgetaucht, die nichts Gutes für die Schweizer Grossbank vermuten lassen: Die Westschweizer Zeitung «Le Temps» hat zusammen mit dem französischen Enthüllungsportal «Mediapart» ein Papier der Justiz ausgewertet, das die zu erwartende Busse für die UBS im Fall einer Verurteilung auf umgerechnet mehr als 6 Milliarden Franken beziffert.

Die französische Justiz hatte die Ermittlungen gegen die Schweizer Grossbank wegen mutmasslicher Beihilfe zu Steuerhinterziehung im Juli ausgeweitet und ein Anklageverfahren wegen Geldwäscherei eingeleitet. Ende September hat die UBS zudem eine Kaution über 1,32 Milliarden Franken nach Frankreich überwiesen. Die Zahlen aus den nun aufgetauchten Dokumenten zeigen, dass diese bei weitem nicht ausreichen könnte.

Experten, die «Le Temps» zitiert, sprechen von einer neuen Dimension für Frankreich. Sie sehen Parallelen zu den Entwicklungen in den USA in den letzten Jahren.

«Summe ist ungerechtfertigt»

Die UBS hatte bereits die Kautionssumme als beispiellos und ungerechtfertigt bezeichnet. Sowohl die rechtliche Grundlage für den Betrag als auch die Berechnungsmethode seien grundlegend mangelhaft. Es sei inakzeptabel, dass diese Angelegenheit derart politisiert werde.

Auch zur möglichen 6-Milliarden-Busse teilt die UBS am Freitag mit, dass jegliche Berechnungen «völlig konstruiert und spekulativ» seien. Sie basierten nicht auf Fakten.

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