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Der erfinderische Datendieb

Der Genfer Banker Pierre Condamin-Gerbier, der einen französischen Minister zu Fall brachte, kommt vor Gericht. Die Anklage ist für ihn wenig schmeichelhaft.

Pierre Gerbier versorgte die Öffentlichkeit mit falschen und gefälschten Informationen. Foto: Christophe Morin (Keystone)
Pierre Gerbier versorgte die Öffentlichkeit mit falschen und gefälschten Informationen. Foto: Christophe Morin (Keystone)

Die Entzauberung fängt schon beim ­Namen an. Angeklagt hat die Bundesanwaltschaft «Pierre Paul André Gerbier, geboren am 21. Juli 1970 in Saint Etienne, Frankreich, auf Arbeitssuche». Es ist der Mann, der als Pierre Condamin-Gerbier in der Schweiz und noch mehr in Frankreich bekannt wurde. Den Zusatznamen hatte der stets perfekt gekleidete Monsieur mit dem strengen Seitenscheitel sich selber verliehen. Er passte besser zu einem Privatbankier, der am Genfersee residiert. Und auch besser zum In­sider, der Schwarzgeldpraktiken schweizerischer Banken anprangert. Als Kronzeuge war Pierre Condamin-Gerbier in französischen Medien, bei den Justiz­behörden und im Parlament in Paris gefragt. Jedoch war er ein schlechter Kronzeuge, wie sich nun definitiv zeigt.

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