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Der bereits totgesagte Brief lebt auf

Nach dem Rekordjahr 2010 rechnet Postchef Jürg Bucher 2011 mit einem «guten Jahr» für die Post. Der Brief erlebt sogar ein Wachstum. Die Post hat aber auch zwei Sorgenkinder.

«Das auf Papier geschriebene Wort verfügt über grosse Glaubwürdigkeit»: Postchef Jürg Bucher.
«Das auf Papier geschriebene Wort verfügt über grosse Glaubwürdigkeit»: Postchef Jürg Bucher.
Keystone

Im Gespräch mit der Nachrichtenagentur SDA sagte Postchef Jürg Bucher, die Anlagemöglichkeiten der Postfinance seien durch das herrschende Zinsniveau beschränkt.

Zudem falle das zweite Semester wegen der Sommermonate traditionell schwächer aus, erklärte Bucher nach der Präsentation eines neuen Halbjahresrekords. Zudem könne sich auch die Konjunkturabkühlung auf das Jahresergebnis niederschlagen.

Zugpferd Postfinance

Zugpferd bei der Post ist und bleibt die Finanzdienstleisterin Postfinance. Der Boom dort ist ungebrochen. Der Neugeldzufluss hielt unvermindert an. Nach Buchers Angaben erreichte er in der ersten Jahreshälfte netto rund sechs Milliarden Franken. Das Vertrauen in die Postfinance sei ungebrochen. Allein im ersten Semester wurden 103'000 neue Konten eröffnet.

Bei den Hypothekarkrediten, welche die Postfinance mangels Bankenlizenz mit ihren Partnern Valiant Bank und Münchner Hypothekarbank vertreibt, betrug das Wachstum 200 Millionen Franken. Bucher erklärte, trotz tiefer Zinsen sei man eine sehr vorsichtige Politik gefahren.

Sorgenkinder

Der bereits totgesagte Brief erlebte ein Wachstum um 1 Prozent. Bucher sagte dazu, nach wie vor verfüge das auf Papier geschriebene Wort über grosse Glaubwürdigkeit. Zudem habe die gute Konjunktur den Briefversand befördert.

Sorgenkind der Post blieben die Poststellen und der Verkauf. Diese bescherten dem Gelben Riesen im ersten Halbjahr ein Defizit von 70 Millionen Franken, nachdem sie bereits in der Vorjahresperiode 57 Millionen minus gemeldet hatten.

Bucher erklärte, die Post halte am Strategieziel von 3600 Zugansgspunkten fest. Allerdings werde weiter flexibilisiert, Poststellen also in Agenturen oder in den Hausservice überführt. Das habe nicht zuletzt für die Kunden Vorteile, etwa durch längere Öffnungszeiten oder zentralere Lagen.

SDA/bru

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