Zum Hauptinhalt springen

Denunzianten können schwerreich werden

Die US-Börsenaufsicht SEC darf Mitarbeitern von Finanzfirmen künftig Millionen für den Verrat von brisanten Informationen zahlen. Das kann schnell ein äusserst lukratives Geschäft werden.

Können bis zu 30 Prozent der Deliktsumme verdienen: Börsenhändler in New York.
Können bis zu 30 Prozent der Deliktsumme verdienen: Börsenhändler in New York.
AFP, Reuters

Gehe es um Verstösse gegen Börsengesetze, dann könnten Informanten, die bei der Aufklärung eines Verbrechens helfen, für ihre Unterstützung bis zu 30 Prozent der Geldstrafe bekommen, sagte ein Sprecher der SEC am Montag (Ortszeit) in New York. Da Strafzahlungen für Unternehmen schnell Höhen im Wert von «zig, ja hunderten Millionen» erreichten, könnten auch Informanten mit Belohnungen in Millionenhöhe rechnen. «Der Anreiz ist also gross.» Die SEC sichere den Informanten zudem Anonymität zu, so dass sie sicher vor Racheakten seien und ihren Arbeitsplatz in der Firma auch behalten könnten.

Das neue Gesetz ist Teil der Ende Juli in Kraft gesetzten Finanzmarktreform in den USA. Bislang konnte die SEC für Informationen über Insidergeschäfte Belohnungen zahlen - diese Geschäfte seien aber stets schwer zu beweisen, sagte der Sprecher der Behörde. Mit der Ausweitung auf alle Verstösse gegen die Börsengesetze erhofft sich die SEC nun durchschlagende Erfolge.

AFP/sam

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch