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Das Hotel von Johnny und Baby kann sich kaum über Wasser halten

Das Ferienresort, in dem Patrick Swayze und Jennifer Grey 1987 zu «Time of My Life» tanzten, kämpft ums Überleben.

Tanzen im See: Patrick Swayze und Jennifer Grey in «Dirty Dancing».
Tanzen im See: Patrick Swayze und Jennifer Grey in «Dirty Dancing».
Keystone

Es ist wohl das berühmteste Ferienresort der Filmgeschichte. Doch heute kann das Mountain Lake Hotel im US-Bundesstaat Virginia, in dem sich Patrick Swayze und Jennifer Grey in «Dirty Dancing» in die Herzen der Filmfans tanzten, kaum mehr wirtschaftlich existieren.

Schon länger bröckelt der Putz. Die Rezession zwang Hotel-Manager Buzz Scanland über die Hälfte der Belegschaft zu entlassen, wie die «Richmond Times» berichtet. Und zu allem Übel sinkt auch noch der Pegelstand des anliegenden Sees, der ebenfalls eine prominente Rolle im Film einnahm.

Um 15 Meter ist der Pegel tiefer als noch 1987, dem Entstehungsjahr des Tanzfilms. Der See hat nur noch ein Drittel der damaligen Grösse. Um bis an die Uferlinie zu kommen, muss man zuerst durch knöcheltiefen Schlamm waten. Kanufahren oder Fischen ist bereits verboten. An Tanzübungen à la Swayze und Grey im See ist nicht mehr zu denken. Das Wasserproblem rührt teilweise von mangelndem Regenfall in den letzten Jahren.

«‹Dirty Dancing› ist unser Geschäft»

Für die stellvertretende Hotel-Assistentin Marsha Stevers ist der Rückgang existenzbedrohend. Stevers führt die Touristen und Hotelgäste regelmässig zu den Drehorten von «Dirty Dancing». Noch gibt es den Steg und den Pavillon am See. Auch eine etwas vermoderte Statue von Patrick Swayze steht auf der Anlage. Vom Wasser ist aber nicht mehr viel zu sehen.

«‹Dirty Dancing› ist unser Geschäft», erklärt Stevers der Nachrichtenagentur AP. Um die Gäste doch noch ins Mountain Lake Hotel locken zu können, setzt Hotel-Manager Scanland noch vermehrt auf Nostalgie. Regelmässig finden filmgetreue Tanzabende im Stile der 1960er-Jahre statt, und in der Hotelbar gibt es immer noch Karaokeabende zum Filmhit «Time of My Life». Eine temporäre Lösung, meint Scanland. Er hofft weiter, dass sich der Pegelstand erholt. «Es ist unsere einzige Überlebenschance», wie Scanland sagt.

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